Informationen zur Produktversorgung

In den vergangenen Monaten hat die Techniker Krankenkasse (TK) eine Ausschreibung für die Versorgung mit ableitenden Inkontinenzhilfsmitteln vorgenommen. Die TK hat dem Bieter den Zuschlag erteilt, der das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat. Die Folge ist, dass zukünftig nur noch der Ausschreibungsgewinner die Versorgung und Belieferung mit ableitenden Inkontinenzhilfsmitteln sicherstellen darf. Nutzen Sie deshalb Ihre Rechte, wenn es um die Auswahl Ihrer Versorgung geht. Hilfsmittel zur Stomaversorgung sind hiervon weitestgehend nicht betroffen.

Was bedeutet das für Sie?

Das bedeutet, dass Mitglieder der TK ihre Inkontinenzhilfsmittel ab dem 01.03.2017 ggf. von einem anderen Versorgungsunternehmen geliefert bekommen als bisher, nämlich dem Ausschreibungsgewinner.

Ihre Rechte auf einen Blick

1) Das zukünftige Versorgungsunternehmen ist grundsätzlich verpflichtet, Ihnen Ihre gewohnten Produkte „aufzahlungsfrei“ zu liefern. 

2) Die TK erkennt an, dass es sich bei den ableitenden Inkontinenzhilfen um einen sensiblen Bereich der Hilfsmittelversorgung handelt. Sie haben daher grundsätzlich Anspruch auf Ihre bisherigen qualitativ hochwertigen Versorgungsprodukte – wie z.B.. Katheter oder Kondomurinale, wenn Sie mit diesen zufrieden waren.

3)  Auch bei einem Wechsel des Versorgungsunternehmens haben Sie u.a. einen Anspruch auf ein persönliches Beratungsgespräch, wenn Sie es wünschen. 

Jeder Versicherte hat ein Recht auf eine individuelle und medizinisch notwendige Versorgung. 90 Prozent der Anwender von Einmalkathetern bestätigen, dass die selbstbestimmte Nutzung der Produkte von wichtiger Bedeutung für ihre Gesundheit und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Wenn Sie einen Katheter erfolgreich erprobt haben und zufrieden waren, machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch, diese Versorgung beizubehalten. 

Fragen und Antworten

Lesen Sie im folgenden die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema. 

Regelung zu den nicht substituierbaren Produkten: Grundsätzlich hat der Ausschreibungsgewinner weiterhin die Produkte aufzahlungsfrei zur Verfügung zu stellen, die der Versicherte bisher bekommen hat. Das gilt insbesondere für die angegebenen nicht-substituierbaren Produkte. Eine Ausnahme davon kann gemacht werden, wenn der TK-Versicherte ausdrücklich einer Produktumstellung zugestimmt hat. Ist ein Patient bei den nicht-substituierbaren Produkten jedoch nicht mit einer Produktumstellung einverstanden, so darf diese nicht vorgenommen werden. Auch darf hier keine sog. wirtschaftliche Aufzahlung erhoben werden.

Welche Produkte dürfen nicht substituiert werden? Urinbeutel mit Klebefläche, Urinalkondom, Einmalkatheter, Ballonkatheter, Analtampon, Vaginaltampon, Ballonspülkatheter. Wenn Sie beispielsweise bisher einen SpeediCath Compact verwendet haben, können Sie ihn auch weiterhin verwenden, sofern Sie mit ihm zufrieden sind.

Regelung bei Analtampons (PAP) und Peristeen: Analtampons (PAP) fallen in die Versorgung durch den Ausschreibungsgewinner. Produkte aus der Peristeen-Serie für anale Irrigation unterliegen nicht den Regelungen der Ausschreibung. Ihr bisheriges Versorgungsunternehmen kann Sie also wie gewohnt weiter mit Peristeen Anale Irrigation versorgen.

Kann die Versorgung mit ableitenden Inkontinenzhilfen ausnahmsweise auch weiter über einen "Nicht-Ausschreibungsgewinner" erfolgen? Aus jetziger Sicht können Versicherte der TK ab dem 1.3.2017 nur noch von Ausschreibungsgewinnern mit Inkontinenzhilfsmitteln beliefert werden. Für Stomaprodukte und andere Hilfsmittel ergibt sich keine Veränderung.

Information für Urostomie-Patienten

Fallen Inkontinenzhilfen bei Urostomie-Patienten auch in die Versorgung durch die Ausschreibungsgewinner? Für Urostomapatienten ergibt sich keine Veränderung. Die Stomaartikel werden weiterin vom bisherigen Versorgungsunternehmen geliefert.

Was bedeutet Ihnen Versorgungsqualität?

Versorgungsqualität ist ein oft verwendeter Begriff. Insbesondere wenn es um so ein sensibles Thema wie Einmalkatheter für die Blasenentleerung geht, kann es aber schwerfallen, Versorgungsqualität zu beschreiben. Die wichtigsten Fragen sind: Was bedeutet Versorgungsqualität für die Betroffenen?

Wie zufrieden sind Sie?

Um das herauszufinden benötigen wir Ihre Teilnahme! Klicken Sie auf diesen Link zum Fragebogen, geben Sie Ihre persönlichen Kontaktdaten ein und füllen den Fragebogen aus. Die Beantwortung des Fragebogens dauert nur wenige Minuten!

Was wird mit den Ergebnissen gemacht?

Die zusammengefassten Ergebnisse sollen ausschließlich anonymisiert veröffentlicht werden. Sie werden Interessenverbänden zur Verfügung gestellt, um einen konstruktiven Dialog mit den Krankenkassen zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass die Versorgungsqualität den Anforderungen der Betroffenen entspricht.

Für jeden ausgefüllten Fragebogen spendet Coloplast 5 € an die Hilfsorganisation Ihrer Wahl. Machen Sie mit, damit die Versorgung mit Einmalkathetern auch Ihren persönlichen Anforderungen entsprechen kann! Hier geht's zum Fragebogen.

Weitere Fragen? 

Sie haben weiterführende Fragen und würden uns gerne persönlich sprechen? Rufen Sie uns an: 0800 516 7019

Sie erreichen uns von montags bis freitags zwischen 9 und 13 Uhr.

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Initiative Faktor Lebensqualität

Jeder hat ein Recht auf Entscheidungsfreiheit. 90 Prozent der Anwender von Einmalkathetern bestätigen, dass die selbstbestimmte Nutzung der Produkte von wichtiger Bedeutung für ihre Gesundheit und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Mehr erfahren...

Initiative Faktor Lebensqualität

   

Jeder hat ein Recht auf Entscheidungsfreiheit. 90 Prozent der Anwender von Einmalkathetern bestätigen, dass die selbstbestimmte Nutzung der Produkte von wichtiger Bedeutung für ihre Gesundheit und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Lesen Sie hier mehr!

 

Detailinformationen:

Für ISK-Anwender ist eine hohe Versorgungsqualität gleichzusetzen mit hoher Lebensqualität. Eine Umfrage der Initiative Faktor Lebensqualität unter über 400 ISK-Anwender hat ergeben, dass für die Menschen, die tagtäglich auf die Anwendung von Einmalkathetern angewiesen sind, die freie Wahl ihrer Hilfsmittel in Qualität und Menge elementare Grundbedürfnisse sind, die sie für ihr Leben brauchen. Schränken Krankenkassen aus Kostengründen die Versorgung ein, sparen die Kassen Geld auf Kosten der Gesundheit ihrer Versicherten.

Auf der Strecke bleiben das Patientenwohl und die hohe Qualität der Versorgung. Alle Teilnehmer der Umfrage befürchten Einbußen in ihrer Lebensqualität. Sie wünschen sich einen Erhalt des Status Quo in ihrer persönlichen Hilfsmittelversorgung.

Die Folgen für die Anwender sind gravierend, weil sie in ihrem selbstbestimmten Leben eingeschränkt werden. Folgen einer möglichen Mengenreduktion von Einmalkathetern sind:

► Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Betroffenen: Sie können möglicherweise nicht mehr aus dem Haus, wenn sie sich nicht regelmäßig selbst katheterisieren können.
► Freie Wahl des Aufenthaltsortes (Sport, Urlaub, unterwegs sein, einkaufen, etc.) wird eingeschränkt.
► Die freie Ausübung der beruflichen Tätigkeit wird reduziert. Damit sinken die Beiträge der Sozialkassen.
► Nachtruhe, Sexualität und Teilnahme am gesellschaftlichen/ öffentlichen Leben werden massiv eingeschränkt.

Auch Menschen, die mit Behinderungen und Einschränkungen leben müssen, haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Insbesondere dann, wenn die technischen Möglichkeiten dazu bestehen. Selbstbestimmung bedeutet, das eigene Leben zu kontrollieren und zu gestalten. Dies setzt Wahlmöglichkeiten frei von institutionalisierten Zwängen und die eigene Unabhängigkeit von den Entscheidungen anderer voraus. Mit der Selbstbestimmung des eigenen Lebens geht das Recht einher, unabhängig von anderen am öffentlichen Leben teilzunehmen und selbstständig Entscheidungen bezüglich der eigenen Lebensqualität zu treffen.

Produkte, die von den Krankenkassen und Versorgungsunternehmen als kostengünstige Alternativen empfohlen werden, treffen oft nicht die Bedürfnisse selbstbestimmt lebender Menschen, die aktiv am Leben teilhaben wollen. So werden oftmals Dauerkatheter eingesetzt, die zwar günstiger sind, dafür aber aus Anwendersicht und für medizinische Experten keinen Ersatz darstellen. Sie führen stattdessen zu Folgeerkrankungen und gesundheitlichen Belastungen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: Faktor Lebensqualität


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Wer bestimmt die Produktauswahl?

Bevor Sie mit dem Katheterisieren begonnen haben, mussten Sie sich für ein Produkt entscheiden mit dem Sie einfach und verletzungsfrei Katheterisieren können. Ihnen wurden verschiedene Katheter vorgestellt. Möglicherweise haben Sie die Entscheidung für Ihren Katheter zusammen mit Ihrem Lieferanten getroffen. Vielleicht auch im Krankenhaus oder beim Arzt. Mehr erfahren...

Wer bestimmt die Produktwahl?

Bevor Sie mit dem Katheterisieren begonnen haben, mussten Sie sich für ein Produkt entscheiden mit dem Sie einfach und verletzungsfrei Katheterisieren können. Ihnen wurden verschiedene Katheter vorgestellt. Möglicherweise haben Sie die Entscheidung für Ihren Katheter zusammen mit Ihrem Lieferanten getroffen. Vielleicht auch im Krankenhaus oder beim Arzt.

Sie haben sich also selbstständig, zusammen mit Ihrem Arzt, für das Produkt Ihrer Wahl entschieden. Denn es ist Ihr Wahlrecht dies selber zu entscheiden.

 

Und dann?

Die Verordnung des ausgewählten Produktes erfolgt durch Ihren Arzt mit einem Rezept. Wichtig ist die Angabe der 10-stelligen Hilfsmittelpositionsnummer* auf dem Rezept. Diese Nummer gibt an, welches Produkt Sie verwenden möchten.

Zusätzlich empfehlen wir, dass Ihr Arzt eine Begründung zur Einreichung bei der Krankenkasse verfasst. Diese enthält detaillierte Informationen darüber, wieso gerade dieses Produkt und die Produktmenge für Sie medizinisch notwendig sind, sodass sichergestellt werden kann, dass Sie das Produkt Ihrer Wahl verwenden können.


Rezeptmuster für eine Monatsversorgung stellen wir gerne zum Download bereit:

 

SpeediCath Compact Set für Frauen:

                           

SpeediCath Compact Set für Männer:

                               
                           
                             

SpeediCath Compact Eve für Frauen:

                            Conveen Optima Kondomurinale für Männer:
                               

 

 

 

 

*Hilfsmittelnummer: eindeutige Identifizierungsnummer für Hilfsmittel




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Sie haben Vorbehalte gegenüber dem Einmalkatherisieren?

Hier finden Sie ein paar nützliche Informationen. Mehr erfahren...

Sie haben Vorbehalte gegenüber dem Einmalkatheterisieren?
Hier finden Sie ein paar nützliche Informationen.

 

Zu Beginn ist es wichtig zu erwähnen, dass das Einmalkatheterisieren die bevorzugte Methode zur Blasenentleerung bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen ist. Eine unabdingbare Voraussetzung für die Wirksamkeit der Therapiemethode ist die korrekte und dauerhafte Anwendung. 

Wir wissen von vielen Anwendern, dass Sie zunächst Vorbehalte haben einen Katheter zu verwenden. Sie haben Angst ihre Harnröhre und Blase zu verletzen oder dabei Schmerzen zu empfinden. Sie fragen sich, was denken wohl meine Freunde von mir? Was mache ich wenn ich unterwegs bin und keine Toilette finde? Schaffe ich es mich zu katheterisieren?
Die Liste der Fragen und Ängste ist lang. Den Anwendern kann jedoch geholfen werden.

Durch detailliertes Anleiten wird das Katheterisieren zur Routine. Die Fülle an diskreten, kompakten Produkten vermeidet, dass Freunde und Bekannte erfahren, dass Sie einen Katheter verwenden. Außerdem sind diese sofort gebrauchsfertig und intuitiv anzuwenden, wodurch der Zeitaufwand gering ist und die Anwendung einfach.  

Denn letztendlich ist es sehr wichtig das Katheterisieren dauerhaft durchzuführen. Sie können damit zum einen die Symptome Ihrer Funktionsstörung reduzieren und zum anderen Folgeerkrankungen vermeiden. 


Was ist wichtig bei der Produktwahl?

   

Worauf muss ich bei der Auswahl meines Katheters zur langfristigen Verwendung achten?

► Einfache und schmerzfreie Anwendung
► Weiche Spitze, abgerundete Katheter-Augen ohne scharfe Kanten
► Hydrophile Beschichtung für ein Optimum an Gleitfähigkeit
► Geringes Verletzungsrisiko
► Verarbeitungsqualität des Katheters
► Sicheres und sauberes Ableiten oder Auffangen des Urins
► Material des Katheters (Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Weichmachern in unserem Magazin 
"Perspektiven"" (Seite 16)).


Neben diesen Kriterien gibt es weitere Faktoren, die für die Produktwahl ausschlaggebend sind:

► Art des Katheterismus: Fremd- oder Selbstkatheterismus
► Geschlecht
► Örtlichkeit (Katheterisieren im Rollstuhl, in die Toilette, zu Hause oder unterwegs)
► Handling des Materials
► Anatomische Situation

 

Katheterisierungsfrequenz

   

Die Leitlinien zum Katheterisieren liefern eindeutige Informationen zur Frequenz des Katheterisierens:

Die durchschnittliche Katheterisierungsfrequenz pro 24 Stunden beträgt 4-6 Katheterisierungen, kann individuell aber stark variieren. Die Frequenz ist abhängig von diversen Faktoren wie beispielsweise der Erkrankung oder der Trinkmenge. Die Blasenfüllung sollte bei Erwachsenen 500 ml pro Katheterisierung nicht überschreiten, um eine chronische Überdehnung der Blase zu vermeiden.

Ein Katheter sollte nur einmalig verwendet werden. Wiederverwendung birgt Gefahr von Harnröhrenverletzungen und Infektionen, da die Sterilität des Katheters nach Verwendung nicht mehr gewahrt ist und die Funktionalität der Beschichtung nicht mehr gegeben ist.

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