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Wir gliedern die Gruppe der Ureterkatheter grundsätzlich in 4 Familien. DrainagekatheterDiese Art der Ureterkatheter ist in erster Linie dazu gedacht, gestaute Nieren zu entlasten. Damit der Urin in das Katheterlumen gelangen kann, sind sie mit 2 oder 6 Seitenaugen versehen. Katheter dieser Länge, immerhin messen sie zwischen 69 und 73 cm, brauchen eine Längsstabilität, damit sie bis zur Niere vorgeschoben werden können. Entweder wird das durch einen dünnen Metalldraht, auch Mandrin genannt, erreicht oder die Katheter sind mit einem Polyesthermandrin versehen. Dieser ist etwas weicher als die Version aus Metall. DarstellungskatheterIn der Urologie bedient man sich verschiedener bildgebender Verfahren. Eines davon ist das Röntgengerät. Nicht alle Hindernisse wie Nierensteine sind in einer Leeraufnahme, also ohne Kontrastmittel zu sehen. Der Arzt hat nun zwei Möglichkeiten: Entweder wird das Kontrastmittel intravenös verabreicht (i.v.-Pyelogramm), welches einige Minuten später schon von der Niere ausgeschieden wird. In Zeitintervallen werden dann Röntgenaufnahmen gemacht, um die Form der Nierenkelche, des Nierenbeckens und der Harnleiter zu beurteilen. Die andere Möglichkeit ist, das Kontrastmittel über einen Ureterkatheter von der Blase her in den Harnleiter zu spritzen. Diese Untersuchung nennt sich retrogrades Uretero-Pyelogramm. Dabei fließt das Kontrastmittel entgegen der natürlichen Flussrichtung bis hinauf ins Nierenbecken. Dazu eignen sich besonders solche Ureterkatheter, die eine speziell ausgeformte Spitze haben, um den Ureter an seiner blasenseitigen Mündung abzudichten. Zentral offene UreterkatheterIn den letzten Jahren hat sich die Einlegetechnik von Harnleiterschienen gewandelt. Dafür wurde diese Art von Ureterkatheter entwickelt. Mit diesem Produkt ist es möglich, Kontrastmittel für ein retrogrades Uetro-Pyelogramm zu spritzen und anschließend Dank der offenen Spitze einen Führungsdraht bis zur Niere vorzuschieben. Nachdem der Ureterkatheter entfernt ist, kann über den liegenden Führungsdraht eine Ureterschiene eingelegt werden. OkklusionskatheterDer Begriff Okklusion bezeichnet einen Verschluss. In diesem Fall wird während einer perkutanen Nephrolitholapaxie (siehe Kapitel Steintherapie / Behandlung) der Harnleiter absichtlich für die Dauer der Behandlung verschlossen, damit sich während der Steinzertrümmerung in der Niere keine Steinfragmente unbeabsichtigt durch den Harnleiter in Richtung Blase auf den Weg machen. Die Okklusionskatheter verfügen über einen kleinen Latex-Ballon, der im Nierenbecken aufgeblockt werden kann.
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