Häufig haben Patienten vor diesem Eingriff schon einen langen Leidensweg hinter sich. Oft liegt die Ursache einer Verengung des Harnleiters bei einem Tumor, der raumfordernd wächst. Solche Tumoren haben z.B. ihren Ursprung in einem Ovar (Eierstock) oder im Rektum (Mastdarm). Auch nach Bestrahlungen, wenn das Gewebe hart und unnachgiebig wird, kann es zu Abflussbehinderungen von Niere zur Blase kommen.
Eine Stauung einer oder beider Nieren kommt dann zu dem ursprünglichen Krankheitsbild erschwerend hinzu. Der Urologe versucht in aller Regel, durch die Einlage einer Ureterschiene in den Harnleiter den Abfluss des Harns wieder herzustellen.
Hat sich ein Tumor jedoch schon so weit entwickelt, dass er die normale, anatomische Lage des Harnleiters verändert hat, ist der Urologe oft chancenlos. Als Alternative ist bis dato nur die perkutane Nephrostomie bekannt, also die Herstellung eines Verbindungskanals zwischen der Niere durch die Haut nach außen. Ein Katheter in diesem Kanal verhindert, dass sich der Zugang zur Niere verschließt und fördert den Urin in einen Auffangbeutel. Das ist für den betroffenen Menschen sehr unkomfortabel und belastend.
Seit einiger Zeit etabliert sich jedoch mehr und mehr eine weitere Option: Der subkutane renovesikale Bypass. Lesen Sie dazu mehr im Kapitel "Behandlungsmethoden".
Voraussetzungen für die Implantation sind:
- Infektfreiheit
- Ausreichende Nierenfunktion
- Intakte Harnblase mit ausreichender Speicherfunktion
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