Infolgedessen, dass die Ursachen einer ED so vielfältig sein können, ergibt sich auch eine Vielzahl von Behandlungsmethoden.
Zunächst ist eine eingehende Diagnostik notwendig, damit man das Krankheitsbild ursächlich behandeln kann. Neben der Erstellung eines Gefäßstatus wird kontrolliert, ob noch nächtliche Erektionen vorhanden sind. Jeder gesunde Mann hat im Schlaf mehrmals Erektionen, die von ihm nicht bemerkt werden.
Neben den organischen Ursachen liegt die wichtigste Ursache für erektile Dysfunktionen im psychischen Bereich und dem Rollenverständnis des Mannes, der sich Erwartungen gegenübersieht, die er nicht erfüllen kann oder möchte. Da diese Vorgänge zum Teil unbewusst ablaufen, kann eine Sexualtherapie mit Paarbezug hilfreich sein.
In den letzten Jahren hat sich die medikamentöse Therapie deutlich weiterentwickelt. Gerade im Bereich der sogenannten PDE5-Hemmer wurde viel geforscht und entwickelt. So stehen betroffenen Männern eine Auswahl an Medikamenten zur Verfügung, die speziell auf die glatte Muskulatur der Schwellkörper wirken und für eine vermehrte Blutzufuhr sorgen.
Wenn die Therapie mit oral zu verabreichenden Medikamenten nicht wirkt, bleiben noch andere Optionen: Mit Hilfe einer Vakuumpumpe wird das Blut durch den Unterdruck in den Penis gesaugt und ein elastischer Ring, der an der Peniswurzel aufgestreift wird, verhindert den Rückstrom von Blut. Weil in diesem Zustand die Blutzirkulation eingeschränkt ist, darf die Stauung nicht länger als 30 Minuten aufrecht erhalten werden. Bei diesem System ist die Aussteigerrate relativ hoch, denn der Penis verfärbt sich leicht blau und fühlt sich eher kalt an.
Weiterhin gibt es die Option Medikamente direkt in die Schwellkörper zu spritzen, die dann eine Erektion bewirken. Aber auch mit dieser SKAT-Therapie (Schwell-Körper-Autoinjektions-Therapie) kommen viele Männer nicht zurecht, denn es kostet etwas Überwindung, sich die Injektion selbst zu setzen. Und mit jeder Injektion geht auch etwas Gewebe der Schwellkörper zugrunde, es gibt eine winzige Vernarbung. Deshalb führt sie auf lange Sicht zur weiteren Verschlechterung der Situation und zu irreversiblen Schädigungen des Schwellkörpergewebes.
Erst ganz am Ende der Behandlungskette, wenn keine der vorher beschriebenen Therapien zum Erfolg geführt haben, steht sie Implantation von künstlichen Schwellkörpern. Diese Implantate sind mittlerweile so gut weiterentwickelt, dass von außen kaum zu erkennen ist, dass sich im Inneren des Penis ein hydraulisches System befindet, welches die natürliche Erektion imitiert.
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Sehen Sie hier die schematische Darstellung der Funktion einer Titan.
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