Ursachen der ED (erektile Dysfunktion)Die Liste möglicher Ursachen ist enorm lang, denn viele Faktoren können den komplizierten Ablauf einer Erektion beeinflussen oder stören. Anatomische Abweichungen: Solche Probleme können entweder angeboren oder erworben sein. Im Wachstum zurückgebliebene Hoden produzieren z.B. nicht ausreichend das Sexualhormon Testosteron, welches für eine Erektion ganz wichtig ist. Die Anatomie kann auch durch Operationen, Infektionen im Bauchraum oder durch Bestrahlungen verändert sein. Traumata wie Beckenringfrakturen können einen Einfluss auf die Durchblutung im kleinen Becken haben. Schädigungen der Nerven: Sind die Nervenbahnen zur Reizweiterleitung blockiert oder verletzt, kann natürlich am "Erfolgsorgan" keine entsprechende Reaktion ausgelöst werden. Hier sind manche Männer mit Querschnittslähmung betroffen (nicht alle!). Auch z.B. Parkinsonismus kann eine ED als Begleiterscheinung haben. Durchblutungsstörungen: Ist die arterielle Blutversorgung des Penis nicht mehr ausreichend, kann das ein Hinweis auf eine generelle Tendenz zur Durchblutungsstörung sein. Ein betroffener Mann sollte sich in jedem Fall an seinen Internisten wenden, damit eine Gefäßdiagnostik durchgeführt wird. Oft sind aus diesem Grund Diabetiker betroffen, weil die Blutgefäße bei dieser Erkrankung (Microangiopathien)angegriffen sind.
Nebenwirkungen von Medikamenten: Manche Medikamente haben die unangenehme Nebenwirkung, dass sie die Erektionsfähigkeit beeinflussen. Dabei sind unter anderem Beruhigungsmittel, β-Blocker, blutdrucksenkende Mittel und Diuretika zu nennen.
Nebenwirkungen von Suchtmitteln: Alkohol kann sich in kleinen Mengen durchaus positiv auf das Liebesspiel auswirken. In zu großer Blutkonzentrationen wirkt er aber negativ auf die Nervenbahnen und die Reizweiterleitung. Der Genuss von Tabak ist bekannter Weise schädlich für die Arterien und kann zu Durchblutungsstörungen führen.
Psychische Ursachen: Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Psyche des Mannes. Unter Stress kann es leicht einmal zum "Versagen" kommen. Und daraus kann sich ganz leicht ein Teufelskreis entwickeln. Ist es ein Mal passiert, dass es mit der Erektion nicht geklappt hat, ist oft die nächste Gelegenheit mit gewissen Befürchtungen belegt. Daraus können sich leicht dauerhafte Versagensängste entwickeln.
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