Nur für DAK Versicherte - Was bedeutet der neue Vertrag für Sie?

Die DAK-Gesundheit hat einen neuen Vertrag zur Versorgung mit ableitenden Inkontinenzhilfen geschlossen.

Ab 1. Februar 2015 dürfen nur noch Vertragslieferanten die Versorgung übernehmen – die DAK hat Sie bereits
mit einem Schreiben auf diesen Umstand aufmerksam gemacht.

 

Für Sie bedeutet dies unter Umständen konkret:

  • Die Versorgung mit Ihren gewohnten Kontinenzprodukten kann nicht mehr gewährleistet werden.
  • Sie werden gegebenenfalls von einem neuen Lieferanten Ihre Produkte beziehen müssen, wenn Ihr aktueller nicht Vertragspartner der Krankenkasse ist.

Sie möchten mehr über die Hintergründe erfahren?

Der FGSKW (Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde) und der Selbsthilfeverband Inkontinenz haben sich mit diesem Thema befasst und geben verständlich Einblicke über die rechtlichen Hintergründe.

           

Was soll ich jetzt tun?

Sie bekommen von ihrem neuen Lieferanten nicht Ihre gewohnten Produkte?
Wir unterstützen Sie, denn Sie sind nicht alleine!

Rufen Sie uns an unter unserem kostenfreien ServiceTelefon: 0800 780 9000 damit wir Sie unterstützen können.

Ebenfalls finden Sie wertvolle Informationen und Argumentationshilfen auf Selbsthilfeverband Inkontinenz.

Initiative Faktor Lebensqualität Jeder hat ein Recht auf Entscheidungsfreiheit. 90 Prozent der Anwender von Einmalkathetern bestätigen, dass die selbstbestimmte Nutzung der Produkte von wichtiger Bedeutung für ihre Gesundheit und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Mehr erfahren...

Initiative Faktor Lebensqualität

   

Jeder hat ein Recht auf Entscheidungsfreiheit. 90 Prozent der Anwender von Einmalkathetern bestätigen, dass die selbstbestimmte Nutzung der Produkte von wichtiger Bedeutung für ihre Gesundheit und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Lesen Sie hier mehr!

 

Detailinformationen:

Für ISK-Anwender ist eine hohe Versorgungsqualität gleichzusetzen mit hoher Lebensqualität. Eine Umfrage der Initiative Faktor Lebensqualität unter über 400 ISK-Anwender hat ergeben, dass für die Menschen, die tagtäglich auf die Anwendung von Einmalkathetern angewiesen sind, die freie Wahl ihrer Hilfsmittel in Qualität und Menge elementare Grundbedürfnisse sind, die sie für ihr Leben brauchen. Schränken Krankenkassen aus Kostengründen die Versorgung ein, sparen die Kassen Geld auf Kosten der Gesundheit ihrer Versicherten.

Auf der Strecke bleiben das Patientenwohl und die hohe Qualität der Versorgung. Alle Teilnehmer der Umfrage befürchten Einbußen in ihrer Lebensqualität. Sie wünschen sich einen Erhalt des Status Quo in ihrer persönlichen Hilfsmittelversorgung.

Die Folgen für die Anwender sind gravierend, weil sie in ihrem selbstbestimmten Leben eingeschränkt werden. Folgen einer möglichen Mengenreduktion von Einmalkathetern sind:

► Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Betroffenen: Sie können möglicherweise nicht mehr aus dem Haus, wenn sie sich nicht regelmäßig selbst katheterisieren können.
► Freie Wahl des Aufenthaltsortes (Sport, Urlaub, unterwegs sein, einkaufen, etc.) wird eingeschränkt.
► Die freie Ausübung der beruflichen Tätigkeit wird reduziert. Damit sinken die Beiträge der Sozialkassen.
► Nachtruhe, Sexualität und Teilnahme am gesellschaftlichen/ öffentlichen Leben werden massiv eingeschränkt.

Auch Menschen, die mit Behinderungen und Einschränkungen leben müssen, haben das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Insbesondere dann, wenn die technischen Möglichkeiten dazu bestehen. Selbstbestimmung bedeutet, das eigene Leben zu kontrollieren und zu gestalten. Dies setzt Wahlmöglichkeiten frei von institutionalisierten Zwängen und die eigene Unabhängigkeit von den Entscheidungen anderer voraus. Mit der Selbstbestimmung des eigenen Lebens geht das Recht einher, unabhängig von anderen am öffentlichen Leben teilzunehmen und selbstständig Entscheidungen bezüglich der eigenen Lebensqualität zu treffen.

Produkte, die von den Krankenkassen und Versorgungsunternehmen als kostengünstige Alternativen empfohlen werden, treffen oft nicht die Bedürfnisse selbstbestimmt lebender Menschen, die aktiv am Leben teilhaben wollen. So werden oftmals Dauerkatheter eingesetzt, die zwar günstiger sind, dafür aber aus Anwendersicht und für medizinische Experten keinen Ersatz darstellen. Sie führen stattdessen zu Folgeerkrankungen und gesundheitlichen Belastungen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: Faktor Lebensqualität


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Wer bestimmt die Produktauswahl? Bevor Sie mit dem Katheterisieren begonnen haben, mussten Sie sich für ein Produkt entscheiden mit dem Sie einfach und verletzungsfrei Katheterisieren können. Ihnen wurden verschiedene Katheter vorgestellt. Möglicherweise haben Sie die Entscheidung für Ihren Katheter zusammen mit Ihrem Lieferanten getroffen. Vielleicht auch im Krankenhaus oder beim Arzt. Mehr erfahren...

Wer bestimmt die Produktwahl?

Bevor Sie mit dem Katheterisieren begonnen haben, mussten Sie sich für ein Produkt entscheiden mit dem Sie einfach und verletzungsfrei Katheterisieren können. Ihnen wurden verschiedene Katheter vorgestellt. Möglicherweise haben Sie die Entscheidung für Ihren Katheter zusammen mit Ihrem Lieferanten getroffen. Vielleicht auch im Krankenhaus oder beim Arzt.

Sie haben sich also selbstständig, zusammen mit Ihrem Arzt, für das Produkt Ihrer Wahl entschieden. Denn es ist Ihr Wahlrecht dies selber zu entscheiden.

 

Und dann?

Die Verordnung des ausgewählten Produktes erfolgt durch Ihren Arzt mit einem Rezept. Wichtig ist die Angabe der 10-stelligen Hilfsmittelpositionsnummer* auf dem Rezept (Rezept rechts hiervon). Diese Nummer gibt an, welches Produkt Sie verwenden möchten.

Zusätzlich empfehlen wir, dass Ihr Arzt eine Begründung zur Einreichung bei der Krankenkasse verfasst. Diese enthält detaillierte Informationen darüber, wieso gerade dieses Produkt und die Produktmenge für Sie medizinisch notwendig sind, sodass sichergestellt werden kann, dass Sie das Produkt Ihrer Wahl verwenden können.


Rezeptmuster für eine Monatsversorgung stellen wir gerne zum Download bereit:

 

SpeediCath Compact Set für Frauen:

                           

SpeediCath Compact Set für Männer:

                               
                           
                             

SpeediCath Compact Eve für Frauen:

                            Conveen Optima Kondomurinale für Männer:
                               

 

 

 

 

*Hilfsmittelnummer: eindeutige Identifizierungsnummer für Hilfsmittel




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Sie haben Vorbehalte gegenüber dem Einmalkatherisieren? Hier finden Sie ein paar nützliche Informationen. Mehr erfahren...

Sie haben Vorbehalte gegenüber dem Einmalkatheterisieren?
Hier finden Sie ein paar nützliche Informationen.

 

Zu Beginn ist es wichtig zu erwähnen, dass das Einmalkatheterisieren die bevorzugte Methode zur Blasenentleerung bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen ist. Eine unabdingbare Voraussetzung für die Wirksamkeit der Therapiemethode ist die korrekte und dauerhafte Anwendung. 

Wir wissen von vielen Anwendern, dass Sie zunächst Vorbehalte haben einen Katheter zu verwenden. Sie haben Angst ihre Harnröhre und Blase zu verletzen oder dabei Schmerzen zu empfinden. Sie fragen sich, was denken wohl meine Freunde von mir? Was mache ich wenn ich unterwegs bin und keine Toilette finde? Schaffe ich es mich zu katheterisieren?
Die Liste der Fragen und Ängste ist lang. Den Anwendern kann jedoch geholfen werden.

Durch detailliertes Anleiten wird das Katheterisieren zur Routine. Die Fülle an diskreten, kompakten Produkten vermeidet, dass Freunde und Bekannte erfahren, dass Sie einen Katheter verwenden. Außerdem sind diese sofort gebrauchsfertig und intuitiv anzuwenden, wodurch der Zeitaufwand gering ist und die Anwendung einfach.  

Denn letztendlich ist es sehr wichtig das Katheterisieren dauerhaft durchzuführen. Sie können damit zum einen die Symptome Ihrer Funktionsstörung reduzieren und zum anderen Folgeerkrankungen vermeiden. 


Was ist wichtig bei der Produktwahl?

   

Worauf muss ich bei der Auswahl meines Katheters zur langfristigen Verwendung achten?

► Einfache und schmerzfreie Anwendung
► Weiche Spitze, abgerundete Katheter-Augen ohne scharfe Kanten
► Hydrophile Beschichtung für ein Optimum an Gleitfähigkeit
► Geringes Verletzungsrisiko
► Verarbeitungsqualität des Katheters
► Sicheres und sauberes Ableiten oder Auffangen des Urins
► Material des Katheters (Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Weichmachern in unserer aktuellen
Perspektiven (Seite 16)).


Neben diesen Kriterien gibt es weitere Faktoren, die für die Produktwahl ausschlaggebend sind:

► Art des Katheterismus: Fremd- oder Selbstkatheterismus
► Geschlecht
► Örtlichkeit (Katheterisieren im Rollstuhl, in die Toilette, zu Hause oder unterwegs)
► Handling des Materials
► Anatomische Situation

 

Katheterisierungsfrequenz

   

Die Leitlinien zum Katheterisieren liefern eindeutige Informationen zur Frequenz des Katheterisierens:

Die durchschnittliche Katheterisierungsfrequenz pro 24 Stunden beträgt 4-6 Katheterisierungen, kann individuell aber stark variieren. Die Frequenz ist abhängig von diversen Faktoren wie beispielweise der Erkrankung oder der Trinkmenge. Die Blasenfüllung sollte bei Erwachsenen 500 ml pro Katheterisierung nicht überschreiten, um eine chronische Überdehnung der Blase zu vermeiden.

Ein Katheter sollte nur einmalig verwendet werden. Wiederverwendung birgt Gefahr von Harnröhrenverletzungen und Infektionen, da die Sterilität des Katheters nach Verwendung nicht mehr gewahrt ist und die Funktionalität der Beschichtung nicht mehr gegeben ist.

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