Was ist Harninkontinenz?

Es gibt viele Vorurteile und Missverständnisse über die Harninkontinenz. Um wieder ein aktives Leben führen zu können, müssen Sie alle Hintergrundinformationen über Harninkontinenz haben und sich entsprechende Hilfe suchen. Weitere Informationen über Harninkontinenz

Blasen- oder Urininkontinenz ist der unwillkürliche Urinverlust, der auftritt, wenn der Schließmuskel (Sphinkter), der den Blasenhals umschließt, nicht kräftig genug ist, um den Urin in der Blase zu halten.

Einige Daten zur Harninkontinenz

  • Über 2 Millionen Männer leiden an Harninkontinenz
  • Eine Harninkontinenz kann auch ausgelöst werden, wenn die Blasenmuskeln zu stark kontrahieren oder wenn die Blase nicht regelmäßig oder vollständig entleert wird.
  • Männer, Harninkontinenz ist häufig auf medizinische Probleme oder Behandlungen zurückzuführen, die mit der Prostatadrüse zusammenhängen, zum Beispiel eine vergrößerte Prostata oder Prostataentfernung aufgrund eines Karzinoms
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Anzeichen und Ursachen

Was sind die Anzeichen für Inkontinenz? Was sind die Anzeichen für Inkontinenz? Könnten Sie inkontinent sein? Erfahren Sie, wie die Blase funktioniert und finden Sie heraus, ob bei Ihnen Anzeichen einer Inkontinenz vorliegen. Anzeichen für Inkontinenz

Wie funktioniert eine normale Blase?

Die Blase ist ein Hohlorgan, das im Unterbauch sitzt. Darin wird Urin gesammelt – die Ausscheidungsflüssigkeit, die in den Nieren produziert wird. Urin

Urinieren – männlicher Körper

 läuft von jeder Niere durch die Harnleiter in die Blase. Der Urin verlässt die Blase und tritt über die Harnröhre aus dem Körper aus.

 

Wenn die Blase sich mit Urin füllt, wird Druck auf ihre Wand ausgeübt, was Sie als Harndrang empfinden. Das Gehirn sendet daraufhin den Befehl zu kontrahieren (sich zusammenzuziehen) an die Muskelschicht, die die Innenschicht der Blase umgibt, was den Urin aus der Blase drückt.


Zur gleichen Zeit entspannt sich der Schließmuskel, der die Harnröhre umschließt und lässt so den Urin aus dem Körper fließen. Für diesen Vorgang ist die Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln notwendig, damit kein Harn unkontrolliert abgeht. Die Schädigung, Schwächung oder Verletzung einer der Muskeln oder Nerven kann zur Inkontinenz führen.

 

 

Sind bei Ihnen Anzeichen für eine Inkontinenz vorhanden?

Im Folgenden finden Sie einige einfache Fragen, über die Sie nachdenken sollten, bevor Sie mit Ihrem Arzt sprechen:

 

Tritt bei Ihnen unerwartet Urin aus?

Ja

Nein

 

Wie viel verlieren Sie?

Einige Tropfen
Nasse Unterwäsche
Nasse Kleidung

 

Verlieren Sie Urin, wenn Sie:

husten?
niesen?
lachen?
sich bücken?
etwas hochheben?
Ihre Haltung verändern (zum Beispiel aus dem Sitzen oder Liegen aufstehen)?

 

Verlieren Sie Urin kontinuierlich über den Tag?

Ja
Nein

 

Verlieren Sie Urin, wenn Sie schlafen?

Ja
Nein

 

Beeinflusst der unkontrollierte Harnabgang Ihr Leben?

Ja
Nein

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben oder wenn Sie der Meinung sind, dass Inkontinenz Sie davon abhält, Ihr Leben zu genießen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Dort kann die Art Ihrer Inkontinenz diagnostiziert und die effektivste Behandlungsoption erörtert werden.

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Wodurch wird Inkontinenz verursacht? Wodurch wird Inkontinenz verursacht? Wussten Sie, dass Inkontinenz keine Erkrankung, sondern eigentlich ein Symptom ist? Weitere Informationen über Inkontinenz

Inkontinenz kann verursacht werden durch:

  • Prostataentfernung
  • Infektionen oder Medikamente
  • Harnröhrenverengung
  • Detrusor-Sphinkter-Dissynergie (DESD)
  • Beckentrauma
  • Rückenmarkschädigung
  • Multiple Sklerose
  • Neurologische Störungen

Die Ursache einer Inkontinenz und der Einfluss, der dadurch auf die Nerven oder Muskeln ausgeübt wird, bestimmt die Art der Inkontinenz unter der Sie möglicherweise leiden.

 

Was sind die Anzeichen einer Inkontinenz?

 

Belastungsinkontinenz

Sie verlieren unwillkürlich Urin, wenn Druck auf die Blase ausgeübt wird, zum Beispiel wenn Sie husten, niesen, lachen oder etwas Schweres anheben. Dies ist die häufigste Art von Inkontinenz nach einer Prostataoperation wegen Krebs.

 

Dranginkontinenz

Wenn die Blase zur falschen Zeit kontrahiert, haben Sie das Gefühl, dass Sie sofort Wasser lassen müssen, selbst wenn Sie gerade erst die Blase entleert haben.

 

Überlaufinkontinenz

Diese Inkontinenz tritt auf, wenn die Blase nicht richtig entleert wird. Dies kann durch andere Erkrankungen hervorgerufen werden, wie eine vergrößerte Prostata oder Harnröhrenverengung.


Vollständige Inkontinenz

Kontinuierlicher unkontrollierter Harnabgang aufgrund eines völligen Ausfalls des Schließmuskels.

 

Mischinkontinenz

Kombination verschiedener Inkontinenzarten. Die Diagnose einer solchen kann schwierig sein, da eine Art die andere(n) überdecken kann.

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Behandlungsoptionen

Kann Inkontinenz ohne einen operativen Eingriff behandelt werden? Es kommt auf die Art der Inkontinenz an, die bei Ihnen vorliegt. Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, die helfen können, davon auch einige, die keinen operativen Eingriff mit einschließen. Nicht-operative Optionen

Nicht alle Inkontinenzbehandlungen funktionieren bei jedem. In manchen Fällen verschlimmert die Behandlung einer Inkontinenzart eine andere. Es ist sinnvoll, alle Optionen mit Ihrem Arzt zu besprechen.


Zu den nicht-operativen Optionen gehören:

  • Saugfähige Produkte (Einlagen)
  • Katheter, intern oder extern
  • Inkontinenz- oder Penisklemmen
  • Verhaltensänderung
  • Stärkung der Beckenbodenmuskulatur (nach Kegel)
  • Harnentleerung nach Zeitplan
  • Medikation
  • Änderung vorhandener Medikation
  • Neue Medikamente
  • Elektrostimulation
  • Bio-Feedback

Wenn diese Optionen für die Art der Kontinenz, an der Sie leiden, nicht geeignet sind oder nicht mit Ihrem Lebensstil zu vereinen sind, kann man auch über minimalinvasive Operationsmöglichkeiten nachdenken.

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Welche operativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Inkontinenz? Die Virtue®-Schlinge für Männer mit Harninkontinenz zeichnet sich durch ihr einzigartiges Vier-Arm-System aus. Operative Behandlungsoptionen

Warum eine operative Behandlung? 

Nicht alle Inkontinenzbehandlungen funktionieren bei jedem. In manchen Fällen verschlimmert die Behandlung einer Inkontinenzart eine andere. Es ist sinnvoll, alle Optionen mit Ihrem Arzt zu besprechen.


Operative Behandlungsoptionen können bei Inkontinenz eine dauerhafte Lösung darstellen. Dazu gehören: 

  • Harnröhrenunterspritzung

• Schlinge

• Künstlicher Blasenschließmuskel 

 

Ziehen Sie den Einsatz einer Schlinge in Erwägung

Nachdem Ihr Inkontinenzproblem durch einen Arzt oder Urologen begutachtet worden ist, kann die beste Behandlung eine bulbäre Harnröhrenschlinge sein, wie die Virtue®-Schlinge für Männer von Coloplast.

Virtue®-Schlinge für Männer

Die Virtue®-Schlinge besteht aus einem Netz aus weichem, flexiblem Polypropylenmaterial. Sie wird implantiert, um die Harnröhre zu stützen und anzuheben. Über eine behutsame Kompression kann sie helfen, den unkontrollierten Harnabgang zu vermeiden.

 

Die Virtue®-Schlinge wird normalerweise in einem ambulanten Verfahren eingesetzt. Nach der Implantation müssen Sie Ihre Aktivitäten für eine kurze Zeit einschränken, damit die Schlinge richtig einheilen kann und ihre Wirkung maximiert wird. Nach Abschluss des Heilungsprozesses können Sie wieder den aktiven Lebensstil führen, den Sie vorher hatten, ohne Harnverlust fürchten zu müssen.

Schlinge für Männer – Operation

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Was passiert vor, während und nach der Operation?

Was passiert vor der Operation? Vor der Operation ist es wichtig, dass Ihre Inkontinenz richtig diagnostiziert wird. Damit wird sichergestellt, dass Sie die bestmögliche Behandlungsmöglichkeit erhalten. Vor der Operation

Ihr Arzt benötigt Ihre vollständige Krankengeschichte und alle Informationen über Ihr Miktionsverhalten. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Probleme präzise beschreiben, zum Beispiel wann und unter welchen Umständen bei Ihnen ein unkontrollierter Harnabgang auftritt.

Es kann hilfreich sein, Ihr Miktionsverhalten in einem Tagebuch (Miktionstagebuch) zu dokumentieren und mit Ihrem Arzt zu besprechen. Dieses „24-Stunden-Miktionstagebuch“ sollte Informationen über das, was Sie essen und trinken sowie die Häufigkeit des Urinierens angeben, bzw. ob ein unkontrollierter Harnabgang aufgetreten ist.

Miktionstagebuch 

Miktionstagebuch


Spezialisten, wie z. B. Urologen, wenden verschiedene Tests an, um Folgendes zu messen:

  • Urinmenge in der Blase vor dem Urinieren
  • Druck des Urins, wenn er den Körper verlässt
  • Innendruck der Blase, wenn sie sich mit Urin füllt
  • Kontrolle des Harnröhrenschließmuskels

Übliche Tests zur Diagnose einer Inkontinenz sind:

  • Harnuntersuchung
  • Stresstest
  • Restharnmenge
  • Urodynamischer Test
  • Zystoskopie
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Nach der Operation. Was jetzt? Um die Wirkung der Virtue®-Schlinge für Männer zu maximieren, müssen Sie Ihre Aktivitäten nach der Operation für kurze Zeit etwas einschränken. Dadurch kann alles gut verheilen und die Virtue®-Schlinge für Männer kann ihre volle Wirkung entfalten. Nach der Operation

Die besten Behandlungsergebnisse mit der Virtue®-Schlinge für Männer können Sie erzielen, wenn Sie diese Richtlinien in Absprache mit Ihrem Arzt befolgen. 

  • Nach der Operation ist es wichtig, Ihren Beckenbereich so ruhig wie möglich zu halten, um eine gute Heilung zu ermöglichen.
  • Es ist nicht ungewöhnlich, nach der Operation Schmerzen an der Schnittstelle zu spüren. Diese Schmerzen sollten mit Schmerzmedikamenten kontrolliert werden, die Ihnen Ihr Urologe verschreibt.
  • Die postoperativen Schmerzen sollten innerhalb von vier Wochen abklingen. Informieren Sie Ihren Urologen, wenn die Schmerzen länger anhalten sollten.
  • Nach dem Eingriff kann Ihnen Ihr Urologe, zusätzlich zu den Schmerzmedikamenten, ein Antibiotikum und/oder ein Mittel zur Aufweichung von Stuhl verschreiben. Achten Sie darauf, die Anweisungen zur Einnahme zu befolgen.

Unter Umständen hat Ihr Urologe weitere Anweisungen für Sie, die Sie befolgen müssen.

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