Das verschenkte Potenzial

 

Rückblick

Am 7. Juni 2016 hatte die Coloplast GmbH Vertreter aus verschiedenen Bereichen zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Inklusion – Das verschenkte Potenzial am Arbeitsplatz“ eingeladen.

Die Veranstaltung fand in der Sky-Lobby der AXICA in Berlin statt.

Es wurden seitens der Podiumsteilnehmer die aktuelle Situation der ca. 1,3 Mio. in Deutschland lebenden Schwerbehinderten dargestellt, dies aus der Perspektive des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks durch Frau Birgit Schweer, der BAG SELBSTHILFE durch Herrn Volker Langgut-Wasem und der CDU/CSU Bundesfraktion für Menschen mit Behinderungen, Herrn Uwe Schummer.

Im Anschluss fand ein reger Austausch der persönlichen Ansichten unter den Teilnehmern und Zuschauern statt.

Der Round Table bestätigt, dass dieses Thema hoch aktuell und wichtig ist. Dementsprechend wird sich Coloplast auch weiterhin für das Thema Inklusion am Arbeitsplatz einsetzen. Hier sind sowohl Unternehmen als auch die Politik gefordert, mehr zu tun.

Studie: Inklusion in Beruf und Alltag

Inklusion – ein Begriff, der aktuell in aller Munde ist Deutschland hat sich durch Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, Menschen mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen in Alltag und Beruf zu integrieren. Eine UN-Bewertung vom Frühjahr 2015 sieht hier für Deutschland noch Luft nach oben. Weiterlesen

Coloplast trägt mit seinen Produkten ein Stück weit dazu bei, dass mehr Menschen mit sehr persönlichen medizinischen Bedürfnissen einem normalen Alltag nachgehen können und sich nicht isolieren. Für uns ist es deshalb wichtig, das Bewusstsein in der Gesellschaft dafür zu schärfen, dass Inklusion möglich und notwendig ist.

Das Thema ist für alle Teile der Gesellschaft hoch relevant, nicht nur für die Betroffenen selbst. Angesichts fehlender Fachkräfte können es sich Arbeitgeber künftig nicht mehr leisten, auf qualifizierte Mitarbeiter zu verzichten, nur weil sie ein persönliches medizinisches Handicap haben.

Um mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für das Thema Inklusion zu erreichen, ist es wichtig zu ergründen, wie stark die Bevölkerung davon betroffen ist. Wir haben dazu eine Forsa-Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ durchgeführt.
1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren wurden befragt, wie sie das Thema Inklusion bewerten und wie sie im Fall persönlicher Betroffenheit damit umgehen.

Fazit: Aus Sicht der Deutschen gibt es noch reichlich zu tun, damit chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen uneingeschränkt am Arbeitsleben teilhaben können.

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Ergebnisse der Studie

Nachfolgend finden Sie Auszüge aus der Studie mit zugehöriger detailierter Grafik - auch zum Download.

Studie: Deutsche fordern bessere Inklusion chronisch Kranker Für 86 Prozent der Bundesbürger reichen die aktuellen Maßnahmen nicht aus.
Hamburg, 2. Mai 2016. Die Mehrheit der Deutschen sieht massiven Handlungsbedarf beim Thema Inklusion. Allein bei der Eingliederung chronisch Kranker reichen die derzeitigen Maßnahmen für 86 Prozent der Bundesbürger nicht aus. Ähnlich groß ist der Nachholbedarf bei Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen sowie bei Krebserkrankten. Das zeigt die Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ der Coloplast GmbH. Für die repräsentative Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren. Im Vorfeld zum „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 5. Mai 2016 zeichnet die Studie damit ein klares Meinungsbild der Deutschen: In puncto Inklusion ist noch viel Luft nach oben.
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Deutsche fordern bessere Inklusion chronisch Kranker

Viele körperliche und geistige Einschränkungen können die Teilhabe am Berufs- und Alltagsleben erschweren – und bei allen sieht eine Mehrheit der Deutschen noch viel oder sehr viel Handlungsbedarf. Selbst barrierefreie Arbeitsplätze und Zugänge zu Geschäften für Rollstuhlfahrer sind längst nicht Standard. 90 Prozent der Bundesbürger wünschen sich mehr Engagement, zum Beispiel ein ähnlich starkes wie bei der Eingliederung der Fahrradfahrer in den Straßenverkehr.

 

Speziell bei Erkrankungen, die Menschen dauerhaft begleiten, lautet die Botschaft an Politik und Wirtschaft, deutlich mehr zu tun. Das größte Unverständnis für fehlende Inklusion äußern hier junge Menschen. Mehr als 90 Prozent der 18 bis 29-Jährigen können nicht nachvollziehen, warum beispielsweise bei sehr persönlichen Erkrankungen nicht mehr getan wird. „Viele an chronischer Inkontinenz Erkrankte könnten mit wenig Aufwand am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Durch ihre sehr persönlichen Einschränkungen habe sie allerdings Angst vor Ablehnung und sprechen nicht darüber. Hier besteht das größte Potenzial, mit Inklusionsprogrammen mehr Menschen am beruflichen Alltag teilhaben zu lassen“, sagt Pascal Sandvoß, Director Human Resources von Coloplast Deutschland.

 

Sandvoß sieht in einer größeren Akzeptanz chronischer Erkrankungen ein Hauptziel künftiger Inklusionsmaßnahmen. „Man sieht am Beispiel Diabetes: Sobald eine Krankheit kein Tabu in der Gesellschaft mehr ist, gelingt die Inklusion deutlich besser“, so Sandvoß. Das belegt auch die Studie: Bei chronischen Erkrankungen, über die man relativ offen spricht, sehen die Deutschen die größten Fortschritte. Nur noch 65 Prozent wünschen sich, dass mehr für die Eingliederung von Diabetikern getan werden sollte, nur 22 Prozent sehen einen deutlichen Handlungsbedarf.

 

Mehr Unterstützung bei persönlichen chronischen Erkrankungen

Der Weg zu mehr Akzeptanz und damit besserer Inklusion führt über mehr Austausch. Derzeit beschränkt sich der Dialog auf zwei Personengruppen: Im Falle einer sehr persönlichen chronischen Erkrankung wie Inkontinenz sind die wichtigsten Ansprechpartner der Deutschen ihr Arzt und ihre nächsten Angehörigen. Nur jeder Zweite würde mit Freunden über eine derartig persönliche Krankheit sprechen. Auffällig ist, dass gerade junge Menschen häufiger auch Freunde ins Vertrauen ziehen als Ältere. Mehr als jeder dritte Bundesbürger zwischen 18 und 44 Jahren würde zudem ein passendes Online-Forum besuchen. Ältere Menschen ab 60 Jahren meiden derartige Plattformen, nur acht Prozent trauen sich mit Fremden im Internet über ihre persönliche Behinderung oder Krankheit zu sprechen.

 

Ein zweiter Hebel ist eine unkomplizierte Unterstützung im Alltag. In Bezug auf die Behandlung wären den Deutschen im Falle einer Inkontinenz-Erkrankung die Wahlfreiheit bei Hilfsmitteln am wichtigsten, so die Studie. Mehr als neun von zehn Deutschen möchten sich diese ohne Einmischung seitens der Krankenkassen aussuchen können. Genauso viele Bundesbürger sehen zudem Handlungsbedarf bei der finanziellen Unterstützung. Zuzahlungsmodelle sind für sie ein zentrales Hindernis, warum Inklusion scheitert. Denn viele Erkrankte mit geringeren Einkommen erhalten damit nicht die Behandlungsqualität, die nötig wäre, damit sie sich sicher im Alltag bewegen können. Junge Menschen sprechen sich zudem für eine stärkere psychologische Betreuung aus: 68 Prozent der 18 bis 29-Jährigen wäre dies im Falle einer Inkontinenzerkrankung wichtig, im Gegensatz zu 46 Prozent  bei den über 60-Jährigen. Umgekehrt nimmt die Bedeutung von Selbsthilfegruppen im Alter tendenziell zu: Nur 36 Prozent der 18 bis 29-Jährigen wäre dies wichtig, aber 46 Prozent der über 60-Jährigen.

 

Hintergrundinformationen zur Studie

Für die Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ wurden in einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Daten sind im zweiten Halbjahr 2015 durch Forsa im Auftrag der Coloplast GmbH erhoben worden. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.

 

Weitere Informationen und Infografiken mit Detailergebnissen finden Sie unter: http://www.coloplast.de/inklusionunternehmen.


Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Der Aktionstag wurde 1992 von den Interessenvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen und findet jährlich am 5. Mai statt. Angeregt wurde der Aktionstag durch einen Erfahrungsaustausch über Aktivitäten und Erfahrungen zu den rechtlichen Regelungen der Antidiskriminierungsgesetzgebung für Menschen mit Behinderungen in den USA. Es bestand Einigkeit unter den Mitgliedern, einen ähnlichen Weg in Deutschland zu gehen, um auch hier die für die Gleichstellung behinderter Menschen erforderliche rechtliche Grundlage zu schaffen. Als Aktionstag wurde der 5. Mai gewählt, weil dies gleichzeitig der Europatag anlässlich der Gründung des Europarates ist.

 

Über die Coloplast GmbH

Coloplast ist führender Anbieter medizinischer Produkte und Serviceleistungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Kerngeschäftsfelder sind Stomaversorgung, Kontinenzversorgung, Wundversorgung und Urologie. Der Jahresumsatz des Unternehmens betrug zuletzt weltweit mehr als 1,5 Mrd. Euro.

 

Coloplast A/S wurde 1957 in Dänemark gegründet und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Niederlassungen in mehr als 40 Ländern und Produktionsstätten in China, Dänemark, Ungarn, Frankreich und den USA. Die Unternehmenszentrale ist in Humlebæk in Dänemark. Die Coloplast GmbH mit Sitz in Hamburg besteht seit 1983 und hat derzeit 550 Mitarbeiter.

 

Pressekontakt

Yvonne Dolberg
Coloplast GmbH
Kuehnstrasse 75
22045 Hamburg
Tel.: +49 40 66 98 07-950
E-Mail: deyd@coloplast.com

Internet: http://www.coloplast.de

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Chronisch erkrankte Mitarbeiter fördern die Kreativität in Unternehmen Chronisch erkrankte Mitarbeiter fördern die Kreativität in Unternehmen Unternehmen profitieren von Inklusion am Arbeitsplatz. Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten im Berufsleben bringt nicht nur Vorteile für die Betroffenen – auch die Betriebe profitieren. Lesen Sie mehr zu diesem Auszug
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Unternehmen profitieren von Inklusion am Arbeitsplatz

Als weiteren erheblichen Vorteil der Inklusion sehen 70 Prozent der Deutschen an, dass die sozialen Kompetenzen der Unternehmen gestärkt werden. Und 61 Prozent führen an, dass sich die Inklusion stark oder sehr stark positiv für die Betriebe auswirkt, weil ihnen dadurch betroffene Fachkräfte länger erhalten bleiben. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich die deutsche Gesellschaft nicht leisten, Leistungsträger vom Berufsleben auszuschließen“, sagt Michael Zwick, Geschäftsführer Coloplast Deutschland. Stringente Inklusionsmaßnahmen wirken sich hier sogar doppelt positiv für die Unternehmen aus: Sie können so nicht nur die konkret von Einschränkungen durch Behinderungen und chronische Krankheiten betroffenen Fachkräfte halten. Sie erhalten auch im generellen Wettbewerb um die qualifiziertesten Mitarbeiter einen Vorteil, weil sie sich verantwortungsbewusst zeigen und so als Arbeitgeber attraktiver werden. Davon sind 47 Prozent der Deutschen überzeugt.

Hilfsmittel-Wahlfreiheit als Schlüssel für die Teilhabe

Viele chronische körperliche Beschränkungen, wie zum Beispiel Inkontinenz, lassen sich mit modernen Hilfsmitteln so gut beherrschen, dass sie im Alltag kein Hindernis mehr sind. Hinderlich für eine erfolgreiche Inklusion ist allerdings, wenn die Betroffenen bei diesen Hilfsmitteln keine Wahlfreiheit haben. Das führt dazu, dass viele Inkontinenz-Erkrankte ihre Hilfsmittel aus eigener Tasche bezahlen. Denn nur so kommen sie an die Hilfsmittel, die ihnen den für ihren Arbeitsplatz und ihre individuelle Situation passenden Schutz mit dem richtigen Grad an Zuverlässigkeit bieten. „So ist es aufgrund von Erstattungskürzungen der Krankenkassen leider vermehrt Realität, dass Betroffene ihre eigene Inklusion letztendlich selbst bezahlen müssen. Hier bedarf es eines Umdenkens“, so Zwick. Eine Position, die eine breite Mehrheit der Deutschen unterstützt: Mehr als 90 Prozent halten eine Wahlfreiheit bei Inkontinenz-Hilfsmitteln und eine vollständige Abdeckung der damit verbundenen Kosten für wichtig oder sehr wichtig.

 

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Droht soziale Isolation durch chronische Erkrankung. Wie denkt Deutschland darüber? Droht soziale Isolation durch chronische Erkrankung. Wie denkt Deutschland darüber? In Deutschland fürchtet man sich vor dem Verlust von Lebensqualität durch dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen. Laut Studie droht jedem zweiten chronisch Erkrankten aus Scham die soziale Isolation. Lesen Sie mehr zu diesem Auszug
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Droht durch eine intime chronische Erkrankung ein Verlust der sozialen Kontakte?

Rund zwei Drittel der Deutschen geben an, dass sie im Fall einer intimen chronischen Erkrankung offen mit ihren sehr engen Freunden darüber sprechen würden. Tatsächlich macht dies aber nicht einmal jeder zweite Betroffene. Damit droht ein Verlust der sozialen Kontakte. 

Im Falle einer Erkrankung an einem intimen chronischen Leiden wie Inkontinenz, fürchtet sich die breite Mehrheit der Deutschen vor einem erheblichen Verlust an Lebensqualität. Schon bei einfachen Freizeitaktivitäten erwarten sie erhebliche Probleme. So rechnen drei von vier Deutschen damit, dass ihre Lebensqualität bei Urlaubsreisen oder längeren Fahrten stark oder sehr stark eingeschränkt werden würde. 71 Prozent fürchten dies bei sportlicher Betätigung, 65 Prozent bei Aktivitäten wie Kino- oder Konzertbesuchen. Auch bei Alltagstätigkeiten wie Einkaufen rechnen 51 Prozent mit starken oder sehr starken Einschränkungen.

Wichtig für Teilhabe: Freundschaft und Hilfsmittel
Um auch mit körperlichen Einschränkungen aktiv am Leben teilhaben zu können, gibt es heute für viele Fälle ein breites Angebot an Hilfsmitteln, die den Betroffenen effektiv und an die individuellen Anforderungen angepasst durch den Alltag helfen. Beim Beispiel Inkontinenz wären diese Hilfsmittel den meisten Deutschen auch das wichtigste: 94 Prozent aller Deutschen wäre es wichtig oder sehr wichtig, dass sie sich die passenden Hilfsmittel selbst aussuchen könnten, sollten sie selbst unter Inkontinenz leiden. 92 Prozent wäre es wichtig oder sehr wichtig, dass ihre Krankenkasse oder Krankenversicherung die damit verbundenen Kosten vollständig erstattet.

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Deutsche fordern größere Anstrengungen beim Thema Inklusion Deutsche fordern größere Anstrengungen beim Thema Inklusion Inklusion ist in der Bevölkerung in Deutschland ein wichtiges Thema. Nahezu jeder zweite Bundesbürger (44 Prozent) ist direkt oder indirekt von den Folgen chronischer Erkrankungen betroffen. Lesen Sie mehr zu diesem Auszug
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Jeder zehnte Deutsche sieht sich durch chronische Erkrankungen eingeschränkt

Jeder Zehnte ist selbst chronisch erkrankt und sieht sich dadurch dauerhaft eingeschränkt.

Die Mehrheit der Deutschen meint: In puncto Inklusion gibt es hierzulande noch viel zu tun. Insgesamt sind mehr als acht von zehn Bundesbürgern der Ansicht, dass in Deutschland hier Defizite herrschen. 86 Prozent wünschen sich größere Anstrengungen, Menschen mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Inkontinenz ein ganz normales Leben in Beruf und Alltag zu ermöglichen.

 

 

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Mehrheit der Berufstätigen rechnet bei dauerhafter Erkrankung mit Problemen Mehrheit der Berufstätigen rechnet bei dauerhafter Erkrankung mit Problemen Die Mehrheit der berufstätigen Deutschen rechnet im Arbeitsleben bei einer chronischen Erkrankung oder Behinderung mit Problemen. Lesen Sie mehr zu diesem Auszug
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Chronische Erkrankungen: Jeder zweite Berufstätige fürchtet sich vor Benachteiligungen am Arbeitsplatz

Laut Studie würde einer von vier Berufstätigen die persönliche chronische Erkrankung am Arbeitsplatz verschweigen. 51 Prozent befürchten, dass dies ihre eigene Arbeitsleistung und ihre berufliche Weiterentwicklung einschränken würde. 49 Prozent fürchten, das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu verlieren. 43 Prozent erwarten, dass die Beziehungen zu ihren Arbeitskollegen darunter stark oder sehr stark leiden würden. 42 Prozent befürchten sogar, dass so eine dauerhafte Erkrankung sie stark oder sehr stark darin einschränken könnte, überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können.

Gerade junge Berufstätige im Alter von 18 bis 29 Jahren fürchten als Folge ihrer Erkrankung, ihre bisherige Tätigkeit nicht länger ausüben zu können. 71 Prozent rechnen mit starken oder sehr starken Einschränkungen. 69 Prozent befürchten, dass die eigene Arbeitsleistung einer chronischen Erkrankung leiden könnte.

 

 

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Inklusion bei Coloplast

Coloplast zählt zu den besten Arbeitgebern Deutschlands Das Hamburger Unternehmen Coloplast GmbH erhält eine Auszeichnung für Arbeitsplatzqualität und Arbeitgeberattraktivität. Beim bundesweiten Wettbewerb „Great Place to Work“ kommt der Medizinprodukte-Hersteller unter die Top-100 in der Unternehmenskategorie 501 bis 2000 Mitarbeiter. Hierfür wurden die Angestellten nach der Zufriedenheit mit der eigenen Tätigkeit, den Vorgesetzten und den Kollegen befragt. Ein Ergebnis: Bei Coloplast ist Inklusion das zentrale Thema – nicht nur bei der Herstellung der entsprechenden medizinischen Produkte, sondern als Teil der Unternehmenskultur. Lesen Sie weiter!
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Inklusion bei Coloplast

In der Medizin-Branche ist Coloplast nicht nur für die hohe Qualität seiner Produkte bekannt. Durch innovative Maßnahmen und Engagement werden Menschen mit Behinderung nachhaltig beim Hamburger Unternehmen beschäftigt und integriert. „Wir investieren viel in die fachliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten“, sagt Pascal Sandvoß, Director Human Resources Coloplast Deutschland. Die mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur spiegelt sich auch im Geschäftserfolg: Der Jahresumsatz des Hamburger Unternehmens betrug zuletzt 200 Millionen Euro.

„Ein Teil unserer Angestellten ist auch Nutzer unserer Produkte aufgrund einer Querschnittslähmung oder anderer schwerwiegender medizinischer Bedürfnisse“, sagt Sandvoß. 36 der 550 Mitarbeiter in Hamburg sind körperlich beeinträchtigt – das sind 6,5 Prozent der Beschäftigten. Damit liegt das Hamburger Unternehmen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,1 Prozent. Die meisten Arbeitgeber scheuen sich, Mitarbeiter mit körperlicher Beeinträchtigung einzustellen und zahlen lieber eine Geldstrafe, weil sie gesetzliche Vorgaben nicht erfüllen. Typische Bedenken: Chronisch Kranke und Behinderte sind weniger belastbar, arbeiten ineffizienter und verursachen somit am Ende mehr Kosten als „gesunde“ Mitarbeiter. Deswegen zahlen sie lieber eine Ausgleichsabgabe und besetzen vakante Positionen mit körperlich nicht eingeschränkten Bewerbern. Bei Coloplast denkt man anders: „Behindert heißt nicht pauschal leistungsgemindert“, betont Sandvoß. Wenn es nach den Entscheidern bei Coloplast geht, würden sie noch mehr behinderten Menschen eine berufliche Chance bieten. „Bei der Besetzung von vakanten Positionen fragen wir beim Integrationsamt an, ob es geeignete Schwerbehinderte gibt. Leider gibt es hier so gut wie gar keinen Rücklauf“, bedauert der Personalchef.

 

Inklusion als Teil der Unternehmenskultur
Wie gut und ergebnisorientiert die Zusammenarbeit mit behinderten Menschen ist, zeigt der querschnittsgelähmte Außendienstmitarbeiter Ben D. Durch erfolgreiche Weiterentwicklung und gute Ergebnisse in 2015 ist er zum Regionalverkaufsleiter Süd aufgestiegen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung in der Berufsausbildung. Ein Beispiel: Mirko A. Der junge Mann sitzt seit seiner Geburt im Rollstuhl. Die körperliche Beeinträchtigung ist jedoch kein Hindernis, um sich ein eigenbestimmtes Leben aufzubauen. Im Sommer schließt er seine Ausbildung als Kaufmann im Gesundheitswesen ab – den Folgevertrag bei Coloplast hat er bereits jetzt sicher. Um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und auch zu halten, kümmern sich zwei Mitarbeiter der Schwerbehindertenvertretung um die Belange der Mitarbeiter im Unternehmen. Sie stehen auch in einem regelmäßigen Austausch mit der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat. Coloplast bietet allen Mitarbeitern einen ihren Bedürfnissen entsprechenden Arbeitsplatz.

 

Für Coloplast ist das „Great Place to Work"-Siegel nicht die einzige Auszeichnung. Bereits 2013 wurde das Unternehmen auf Platz 67 der „Global 100 Most Sustainable Companies“ gewählt, also unter die 100 nachhaltigsten Unternehmen weltweit. 

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Rechtliche Aspekte

Inklusion als Menschenrecht In der UN-Behindertenrechtskonvention ist Inklusion als Menschenrecht festgeschrieben. Weiterlesen

In dem internationalen Vertrag haben sich die Staaten verpflichtet, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten. Deutschland hat jedoch für den bisherigen Fortschritt bei der Umsetzung der Inklusion im Frühjahr 2015 von den Vereinten Nationen eine glatte Fünf bescheinigt bekommen. Der Grund: Bund, Länder und Kommunen tun sich schwer, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu verbessern – und das auf allen Ebenen und in fast allen Themenbereichen. 

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Rechtliche Grundlage in Deutschland Im Sozialgesetzbuch ist festgelegt, dass Unternehmen ab 20 Mitarbeiter mindestens einen Menschen mit Behinderung einstellen müssen. Weiterlesen

Erfüllen sie diese Vorgabe nicht, droht eine Strafe von bis zu 290 Euro. Derzeit erfüllen die privaten Arbeitgeber ihre Beschäftigungspflicht noch nicht vollständig, die Quote liegt bei 4,1 Prozent.[1] Typische Bedenken der Unternehmer: Chronisch Kranke und Behinderte sind weniger belastbar, arbeiten ineffizienter und verursachen somit am Ende mehr Kosten als „gesunde“ Mitarbeiter. Deswegen zahlen sie lieber eine Ausgleichsabgabe und besetzten vakante Positionen mit körperlich nicht eingeschränkten Bewerbern. Etwas über 40 Prozent der Arbeitgeber, die unter diese Regelung fallen, müssen derzeit keine Ausgleichsabgabe mehr zahlen.[2] Besser sieht die Lage bei öffentlichen Arbeitgebern aus. Sie erfüllen die Behindertenquote in der Regel.

Werden chronisch Kranke eingestellt, erhalten sie jedoch häufig deutlich weniger Gehalt als Menschen ohne Beeinträchtigung – auch bei gleicher Qualifikation.[3]



[1] Aktion Mensch: Zahlen & Fakten, Der Arbeitsmarkt in Deutschland

[2] Aktion Mensch: Inklusionsbarometer Arbeit 2015

[3] Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen

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Was bedeutet Inklusion...

...im Beruf Wörtlich übersetzt bedeutet Inklusion Zugehörigkeit. In einer inklusiven Gesellschaft sollen alle Menschen gleichberechtigt leben. Weiterlesen

Es ist normal, unterschiedlich zu sein. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Menschen mit Behinderung nicht an die Umstände anpassen müssen. Vielmehr ist es Aufgabe einer inklusiven Gesellschaft, die Umgebung im Alltag und Beruf so zu gestalten und auszustatten, dass eine Behinderung oder Erkrankung kein Handicap ist.

Aktuelle Situation am Arbeitsmarkt

Seit der Wiedervereinigung waren die Arbeitslosenzahlen nicht mehr so niedrig, wie im Oktober 2015. Jedoch profitieren Menschen mit Behinderung nicht von dieser positiven Entwicklung. Mit 13,9 Prozent2 liegt deren Arbeitslosenquote fast doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Behinderung. Es wird sogar davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt. Denn viele Menschen mit Beeinträchtigung stehen zwar generell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Sie haben jedoch die Arbeitssuche mithilfe der Bundesagentur für Arbeit aufgegeben, da sie von vornherein geringe Erfolgsaussichten auf eine Anstellung haben.

 

1 Coloplast: Studie zur Inklusion in Beruf und Alltag

2 Bundesagentur für Arbeit: Arbeits- und Ausbildungsmarkt September 2015

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...im Alltag Was können Angehörige tun? Ratschläge und Hilfsangebote sind gut gemeint. Aber in der ersten Phase einer einschränkenden, chronischen Erkrankung sollten sich Freunde und Angehörige vorerst zurückhalten. Weiterlesen

Die meisten neu Erkrankten brauchen eine gewisse Zeit, um die veränderten Umstände zu akzeptieren. In dieser Phase ist es für sie meistens wichtiger, jemanden zu haben, der ihnen zuhört und Akzeptanz und Verständnis für ihre Gefühle zeigt.Eine weitere Grundregel lautet: Gegen den Willen eines Betroffenen sollte man seine Krankheit oder die daraus folgenden Beschränkungen nicht öffentlich bekannt machen. Zumal es viele Einschränkungen gibt, die einerseits sehr persönlicher Natur sind, andererseits aber mit den heutigen Möglichkeiten durchaus gut und diskret zu handhaben sind, wie zum Beispiel Inkontinenz.Neben individueller, persönlicher Fürsorge für die Betroffenen steht aber auch die Gesellschaft insgesamt in der Pflicht, mehr Anstrengungen bei der Inklusion chronisch Erkrankter zu unternehmen. So sehen es die meisten Deutschen: Mehr als acht von zehn Bundesbürger13 sind der Meinung, dass für die Inklusion von Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen, schweren Erkrankungen wie Krebs, sehr persönlichen Einschränkungen wie Inkontinenz oder psychischen Erkrankungen noch viel oder sehr viel getan werden muss.

 

13 Coloplast: Studie zur Inklusion in Beruf und Alltag

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Literatur

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