Einführung

Führen Sie Ihr Leben weiter wie bisher – mit richtiger Anleitung und richtigen Produkten. Hier erhalten Sie erste Tipps, die Ihnen dabei helfen. Hier erfahren Sie mehr über unsere Produkte und zum Leben mit einem Stoma. Sie finden hier auch hilfreiche Links zu verschiedenen Patientenorganisationen.

Tipps für den Alltag

nach der Stoma Operation Wie fühlt sich das Stoma kurz nach der Operation an? Wie sieht es aus? Die Tage nach der Operation können eine Herausforderung sein. Plötzlich haben Sie einen Beutel an Ihrem Bauch und müssen viele neue Dinge lernen. Jetzt wird es Zeit, sich mit Ihrem Stoma vertraut zu machen. Die Tage nach der Stoma Operation
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Wie sieht es nach der Operation aus?

Wenn Sie nach der Operation wieder aufwachen, werden Sie bereits Ihre erste Versorgung tragen. Dabei wird es sich wahrscheinlich um einen durchsichtigen Beutel handeln, damit die Pflegekräfte Ihr neues Stoma leichter überprüfen können. Eventuell haben Sie auch Infusions- und Drainageschläuche am Körper. Das ist ganz normal. Die Schläuche werden zu gegebener Zeit entfernt, was lediglich ein wenig Unbehagen nach sich ziehen wird.

Ihr Stoma
Ihr Stoma wird feucht sein und eine rosarote Farbe haben, außerdem sollte es ein bisschen aus Ihrem Bauch hervorstehen (obwohl Stomata auch auf oder unter dem Hautniveau liegen können). Nach der Operation kann das Stoma noch geschwollen sein. Dies klingt mit der Zeit ab – normalerweise innerhalb von sechs bis acht Wochen nach der Operation. Die rote Farbe des Stomas ergibt sich aus der Schleimhaut, die auch der Schleimhaut in Ihrem Mund entspricht. Ein Stoma ist nicht schmerzempfindlich, es tut also nicht weh, wenn Sie es berühren. Wenn Sie das Stoma reinigen, kann es zu leichten Blutungen kommen. Dies ist vor allem zu Beginn ganz normal, die Blutungen sollten nach kurzer Dauer wieder aufhören.

Kurz nach der OP, meist innerhalb weniger Tage, wird das Stoma seine Aufgabe aufnehmen. Zu Beginn wird es sich bei den Ausscheidungen um wässrige Flüssigkeiten handeln. Unter Umständen riechen diese streng, da der Darm eine Weile lang nicht gearbeitet hat. Sie brauchen sich aber keine Sorgen zu machen: Die Konsistenz wird mit einer ausgewogenen Ernährung wieder etwas fester, und der Geruch nimmt ab. Wann Sie wieder normal essen und trinken können, erfahren Sie von Ihrem Arzt.

Wahrscheinlich kommen zu Beginn geräuschvolle Blähungen aus dem Stoma. Das ist völlig normal. Eventuell verspüren Sie wie früher den Drang, auf die Toilette gehen zu müssen. Das ist normal und wird mit der Zeit seltener. Wenn Ihr Anus noch vorhanden ist, könnten dort leichte Schleimabsonderungen austreten.

Urostoma
Ein Urostoma übernimmt sofort nach der Operation seine Funktion. Die im Urostoma liegenden Sonden verbleiben dort für sieben bis zehn Tage. Zunächst kann Ihr Urin rötlich sein. Die Farbe wird jedoch bald wieder normal aussehen.

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Versorgung Ihres Stomas Der sichere Umgang mit Ihrem Stoma Ihr Stomatherapeut wird Ihnen noch im Krankenhaus den Umgang mit Ihrem Stoma erklären. Sie erhalten viele Informationen, zögern Sie also nicht, Fragen zu stellen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Versorgung Ihres Stomas
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Der sichere Umgang mit Ihrem Stoma

Nach der Operation hilft Ihnen ein Stomatherapeut dabei, das Stoma zu versorgen und darin eine Routine zu erhalten. Nehmen Sie an dieser Schulung am besten zusammen mit einer oder einem Verwandten oder mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner teil.

Ihr Stomatherapeut unterstützt Sie bei Folgendem:

Keine Scheu vor Fragen!
Sie werden vieles erfahren, das für Sie neu ist. Vielleicht fühlen Sie sich davon ein wenig überfordert. Nehmen Sie sich Zeit, und stellen Sie alle möglichen Fragen – gern auch mehrmals. Je mehr Sie fragen und erfahren, desto besser sind Sie für zu Hause vorbereitet.

Vor der Entlassung vereinbart der Stomatherapeut mit Ihnen einen Kontrolltermin. Bei diesem überprüft er, ob Sie das Stoma selbst versorgen können.

Was tun bei Problemen?
Wenn Sie nach Hause kommen, müssen Sie erst einmal lernen, das Stoma richtig zu versorgen. Das mag nicht immer ganz einfach sein. Der Stomatherapeut und der Coloplast Beratungsservice helfen Ihnen jedoch bei allen Problemen gern.

So erhalten Sie auch Hilfe durch „Coloplast Care“, ein Programm von Coloplast zur Unterstützung von Stomaträgerinnen und Stomaträgern. „Coloplast Care“ wurde gegründet, um Stomaträgerinnen und Stomaträgern das Leben einfacher zu machen. Der Beratungsservice ist für Sie unter der Rufnummer 0800 780 9000 erreichbar.

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Leben mit Stoma Der Alltag mit einem Stoma Während Sie sich von der OP erholen, gewöhnen Sie sich an das Leben mit einem Stoma. Hier finden einige Tipps und Tricks – von Sport und Ernährung über das Treffen mit Freunden bis hin zu Intimität und Sex. Wir wollen, dass Sie wieder Spaß am Leben haben. An ein Leben mit Stoma gewöhnen
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Der Alltag mit einem Stoma

Sport
Bewegung ist für alle gesund. Was Sie jetzt machen können, hängt vor allem davon ab, was Sie vor der OP gemacht haben. Schwimmen und Spazierengehen sind nicht anstrengend und eine gute Möglichkeit, in Form zu bleiben und Ihre Kondition zu halten. Steigern Sie Ihre sportlichen Aktivitäten nur allmählich. Fragen Sie Ihren Stomatherapeuten um Rat, was Sie gegen das Risiko eines Bruchs tun können.

Tipps für Schwimmkleidung:

  • Probieren Sie sie vor dem Kauf aus. Spezielle Schwimmkleidung ist jedoch nur unter Umständen nötig.

Tipps für die Frau

  • Einteilige, gemusterte Badeanzüge verbergen den Stomabeutel besser.
  • Ein Lycra-Gürtel sorgt für Extraunterstützung am Bauch.
  • Sarongs sind eine ideale Strandbekleidung.

Tipps für den Mann

  • Eine Lycra-Bandage, die unter der Shorts getragen wird, sorgt für den richtigen Halt der Stomaversorgung.

Tipps zum Sonnenbaden:

  • Verwenden Sie Sonnencreme immer erst, nachdem Sie die Versorgung angebracht haben, um die Haftung nicht zu beeinträchtigen.

Essen und Trinken 
Angesichts einer Ileostomie oder Kolostomie haben Sie vielleicht ein paar Fragen rund ums Essen – was muss ich besonders beachten? Gibt es Speisen, die ich nicht essen darf? Muss ich Alkohol vermeiden? Kurz gesagt: Nein. Generell lässt sich sagen, dass die Speisen, die vor der Operation gut vertragen wurden, auch hinterher gut toleriert werden. Dasselbe gilt auch für die Speisen, die weniger gut vertragen wurden.
Nach diesen allgemeinen Vorbemerkungen haben wir ein paar Tipps und Informationen über verschiedene Speisen und Getränke für Sie zusammengestellt, die für Personen mit Ileostomie oder Kolostomie relevant sind ... und vielleicht auch andere inspirieren. Grundsätzlich weisen wir Sie darauf hin, dass die folgenden Informationen Ratschläge sind und Sie sich im Zweifelsfall immer an Ihren behandelnden Arzt und/oder Stomafachkraft wenden sollten.

Weitere Tipps und Informationen zu Speisen und Getränke finden Sie hier. 


Freunde treffen
Ob ein gemütliches Bierchen in Ihrer Kneipe, ein Restaurantbesuch mit Ihrem Partner oder Ausgehen mit Freunden – nichts sollte Sie davon abhalten, in Ihrer Freizeit das zu tun, was Sie auch vor Ihrer OP getan haben.

Setzen Sie sich zunächst jedoch kleine Ziele. Kleine Ziele sind etwa das erste Aufsuchen einer öffentlichen Toilette, der Besuch eines Restaurants oder eines Verwandten oder auch ein ganztägiger Ausflug. Schon bald werden Sie dann darüber nachdenken, zum Tanzen auszugehen oder zu verreisen.

Lernen Sie jemanden Neues kennen, müssen Sie von Ihrer Situation nur sprechen, wenn Sie sich dabei wohl fühlen. Es liegt ganz bei Ihnen.

Intime Beziehungen
Jede Art von Operation kann den Körper äußerlich verändern und beeinflussen. Das wirkt auch darauf, wie wohl Sie sich in Ihrem Körper fühlen. Versuchen Sie zu akzeptieren, dass eine Gewöhnung Zeit braucht. Es geht nicht nur um Ihr Stoma, es geht um Ihren ganzen Körper.

Durch sexuelle Aktivität können Sie Ihr Stoma nicht beschädigen. Die meisten Stomaträger können wieder ein erfülltes Sexualleben führen. Es ist ganz natürlich, nervös zu sein. Machen Sie also nur das, was angenehm für Sie ist, lassen Sie sich Zeit und sprechen Sie mit Ihrem Partner.
Mehr zum Thema Intimität und Sexualität mit einem Stoma finden Sie hier.  


Für die intimen Stunden zu zweit gibt es besonders kleine Stomabeutel. Wenden Sie sich an den Beratungsservice oder bestellen Sie kostenfrei ein Produktmuster in unserem Produktkatalog.

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über Stoma erzählen Wem und was Sie über Ihr Stoma erzählen sollten Vielleicht ist direkt nach Ihrer Operation eine Ihrer wichtigsten Fragen: Wem erzähle ich was über mein Stoma – und wie? Wem Sie etwas erzählen und was Sie erzählen, liegt ganz bei Ihnen. Vielen Menschen hilft es, über die Situation zu reden. Wer soll etwas davon erfahren?
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Wem und was Sie über Ihr Stoma erzählen sollten

Wofür Sie sich auch entscheiden: Sie müssen sich mit Ihrer Entscheidung wohlfühlen. Eine Möglichkeit ist es, Freundinnen und Freunde oder Kolleginnen und Kollegen darüber zu informieren, dass Sie nach einer großen Operation wegen schwerer Krankheit nun einen Stomabeutel tragen. Damit kommen Sie Fragen und Spekulationen zuvor. Und Ihre Bekannten sehen, dass Sie mit der Situation unkompliziert umgehen.

Familie und Freunde
Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber den Menschen, die Ihnen nahe stehen, können helfen, wieder zu dem Leben zurückzukehren, das Sie vor der Stomaoperation geführt haben. Zu Beginn müssen Ihre Nächsten verstehen, dass Sie zwar schon zu Hause sind, sich aber noch eine gewisse Zeit lang erholen müssen.

Kinder
Wenn Sie Kinder oder Enkelkinder haben, denken Sie vielleicht, dass sie noch zu jung sind, um die Situation zu verstehen. Kinder können mit der Situation jedoch recht gut umgehen, wenn sie ihnen verständlich erklärt wird. Kinder suchen häufig nach Geheimnissen. Verschweigt man ihnen die Wahrheit, befürchten sie gar, dass die Situation schlimmer als sie tatsächlich ist, sei.

Auf der Arbeit
Viele Stomaträgerinnen und Stomaträger haben Angst davor, ihre Arbeitskollegen zu informieren. Auch auf der Arbeit sind Sie es, der entscheidet, wem und was Sie mitteilen. In der Regel empfiehlt sich aber, dass zumindest eine Person von Ihrem Stoma weiß. Wenn es ein Problem oder Schwierigkeiten gibt, können Sie mit dieser Vertrauensperson sprechen. 

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Kleidung Kleidung Natürlich möchten Sie sich nach der Operation gerne wieder so kleiden wie davor. Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps an die Hand geben, wie Sie sich nach Ihren Wünschen kleiden können und Ihr Stoma gleichzeitig gut geschützt ist. Wie kleide ich mich?
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Kleidungstipps für Stomaträger

Vermeiden Sie möglichst enge Hosenbunde, da sie gegen die Versorgung drücken können, so dass diese dann undicht werden könnte oder aber die Ausscheidungen nicht in den Beutel abfließen können. Auch der Gürtel sollte nicht direkt über das Stoma verlaufen.

In Hosen mit Bundfalten können Sie einen Stomabeutel besser verbergen.

Ihre Unterwäsche sollte ebenfalls unterhalb des Stomas oder aber komplett über das Stoma reichen. Es gibt für Stomaträger spezielle Kleidung - darunter auch Unterwäsche.

Es gibt Stomaversorgungen die besonders flach sind und daher so gut wie nicht unter der Kleidung auftragen. Sie passen sich Ihrem Körper gut an, damit Sie auch weiter Ihre Lieblingsgarderobe tragen können.

Es gibt auch einige Anbieter die sich auf die Herstellung von Beutelbezügen, speziell für die Stomaversorgung spezialisiert haben. Diese Beutelbezüge für Ihre Versorgung sind in verschiedenen Farben und Mustern erhältlich.

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Zurück in den Beruf Zurück in den Beruf Nach der Op ist es natürlich, dass Sie so schnell wie möglich wieder in Ihren normalen Alltag zurückkehren wollen. Teil dieses Alltages kann sein, wieder zu arbeiten. Mit etwas Planung gibt es keinen Grund, warum dies nicht möglich sein sollte. Zurück in den Beruf nach der Stomaoperation
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Zurück im Beruf

Vorausplanen
Einige Zeit nach der Operation können die meisten Menschen problemlos wieder zur Arbeit gehen. Wann und wie Sie dies tun, hängt von der Art Ihrer Arbeit ab, von der Art Ihrer Stoma-Operation und davon, wie Sie sich fühlen.

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber so früh wie möglich, und klären Sie die vorhandenen Möglichkeiten. Wenn Sie sich noch etwas müde fühlen und sich erst an die neuen Routinen gewöhnen müssen, können Sie vielleicht in Teilzeit beginnen.

Ausprobieren
Machen Sie einige Wochen vor der geplanten Rückkehr zur Arbeit einige Probedurchläufe: Ziehen Sie sich so an, als würden Sie zur Arbeit gehen, und planen Sie Ihren Tag. Überlegen Sie, was Sie essen und auch wann und wie häufig Sie während des Tages die Versorgung wechseln oder entleeren müssen. So können Sie eine Routine entwickeln und Ihren Tag entsprechend planen. Am wichtigsten ist, dass Sie sich dadurch gut vorbereitet fühlen.

Tipps

  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber so früh wie möglich
  • Erhöhen Sie Ihre Arbeitsstundenzahl allmählich, falls dies möglich ist
  • Überlegen Sie, wo Sie während der Arbeitszeit die Versorgung wechseln können
  • Packen Sie eine kleine Tasche für den Wechsel, die Sie unauffällig auf die Toilette mitnehmen können
  • Machen Sie einige Probeläufe hinsichtlich Essen, Kleidung usw., bevor Sie Ihre Arbeit wieder aufnehmen
  • Wenn Ihre Firma über eine Krankenversicherung verfügt, sollten Sie prüfen, ob Ihr Gesundheitszustand Einfluss auf die Police hat

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Reisen mit einem Stoma Reisen mit einem Stoma Ihr Stoma sollte Sie nicht vom Reisen abhalten. Tipps für Reisen mit einem Stoma
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Urlaub und Reisen mit einem Stoma

Urlaub und Reisen
Auch mit einem Stoma können Sie ruhig verreisen. Allerdings könnte es einige Zeit dauern, bis Sie sich an Ihr Stoma gewöhnt haben und bereit fühlen, auf Reisen zu gehen. Machen Sie zuerst etwas kürzere Reisen, und schauen Sie, wie es Ihnen damit geht.

Egal, ob Sie per Auto, Zug, Schiff oder Flugzeug verreisen – wichtig ist eine gute Vorbereitung. Packen Sie eine kleine Reisetasche für den Wechsel, und nehmen Sie genügend Reserveversorgungen und Zubehör mit.

Flugreisen
Nehmen Sie auf Flugreisen ausreichend Versorgungen für die Flugdauer selbst und für den Aufenthalt am Urlaubsort sowie Reserveversorgungen für Notfälle mit. Teilen Sie Ihre Versorgungen auf verschiedene Reisetaschen auf. So sind Sie für den Fall gewappnet, dass das Gepäck verloren geht oder dass sich der Flug verspätet. Denken Sie daran, dass Scheren im Handgepäck nicht erlaubt sind. Nehmen Sie bereits fertig ausgeschnittene Basisplatten bzw. Versorgungen mit.

Keine Sorge, die Versorgung kann durch die Druckveränderung während des Fluges nicht beschädigt werden. Stomabeutel sind speziell auf Druckveränderung getestet.

Auslandsreisen
Bevor Sie ins Ausland reisen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Reisekrankenversicherung auch in Ihrem speziellen Fall Schutz im Ausland bietet.

In warmen Klimaregionen schwitzen Sie vielleicht mehr und müssen deshalb Ihren Beutel häufiger wechseln. Achten Sie immer darauf, dass Ihre Haut vollständig trocken ist, bevor Sie einen neuen Beutel ansetzen, dies sorgt für eine gute Haftung. Falls erforderlich können Sie einen Haartrockner benutzen, um den Bereich zu trocknen. Achten Sie aber darauf, die Temperatur nicht zu hoch einzustellen.

Möglicherweise ist das Risiko von Durchfall oder Flüssigkeitsmangel erhöht. Trinken Sie genügend Wasser und nehmen Sie vorsichtshalber Durchfallmedikamente mit.

Versuchen Sie, sich im Urlaub zu entspannen und die Zeit zu genießen. Denken Sie daran, dass Sie immer noch all die Aktivitäten machen können, die Sie früher gemacht haben.

Tipps für den Urlaub:

  • Lagern Sie die Stomabeutel an einem kühlen Ort
  • Verwenden Sie unterwegs Flaschenwasser zum Wechseln des Beutels
  • Verwenden Sie Sonnencreme erst, nachdem Sie die Versorgung aufgebracht haben, um die Haftung nicht zu beeinträchtigen
  • Versiegeln und entleeren Sie gebrauchte Beutel und entsorgen Sie sie anschließend mit dem normalen Müll
  • Wenn Sie die Beutel nicht mit dem Müll in Ihrem Hotelzimmer entsorgen möchten, benutzen Sie eine öffentliche Mülltonne
  • Informieren Sie sich vor der Abreise in den Urlaub darüber, wo Sie am Urlaubsort medizinische Hilfe erhalten können.

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Die richtige Versorgung

gesundes Stoma Die richtige Versorgung Ihres Stomas Damit Sie mit Stoma bequem und sorgenfrei leben können, müssen Sie die Haut rund um das Stoma richtig pflegen. Ein gesundes Stoma
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Die richtige Versorgung Ihres Stomas

Es ist wichtig, dass Ihre Haut gesund bleibt. Wenn die Ausscheidungen aus dem Stoma auf die Haut treffen, wird diese eventuell gereizt. Solche Irritationen wirken sich darauf aus, wie der Hautschutz am Körper haftet. Dies kann zu einem Teufelskreis führen – weitere Undichtigkeiten und weitere Hautirritationen. – Es gilt, diese Wirkungen zu verhindern.

 

Halten Sie die Haut gesund
Diese sechs Schritte sorgen für eine gesunde Haut: 

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihre Haut sauber und vollständig trocken ist, bevor Sie den Hautschutz aufbringen
  2. Passen Sie die Lochgröße des Hautschutzes genau der Größe des Stomas an
  3. Stellen Sie sicher, dass der Hautschutz ganz auf Ihrer Haut aufliegt – drücken Sie ihn mit der Hand leicht an
  4. Wechseln Sie die Versorgung, sobald Sie Unbehagen oder Juckreiz verspüren
  5. Überprüfen Sie regelmäßig die Größe des Stomas, besonders wenn Sie einen Bruch (Hernie) haben
  6. Verwenden Sie eine Stomaversorgung, die auf Ihren Körpertyp abgestimmt ist, und geeignetes Zubehör 

Verwenden Sie die richtige Versorgung
Es gibt unterschiedliche Stomaversorgungssysteme. Bitte wählen Sie die Versorgung, die zu Ihrem Körpertyp passt.

Sie haben die Auswahl zwischen verschiedenen Beutelgrößen, Anwendungssystemen, Farben, Hautschutzsystemen und vielen anderen Funktionen, die Ihrer Lebensweise entsprechen. Über die Produktsuche erfahren Sie weitere Einzelheiten.

Verwenden Sie das richtige Zubehör
Coloplast bietet auch eine große Auswahl an Zubehör an, das zu einem noch besseren Gefühl beim Tragen des Stomabeutels führt. Das Zubehör optimiert die Abdichtung, verhindert Hautprobleme und verringert Gerüche.

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Das passende Produkt Körper sind verschieden – genauso verschieden sind Stomaversorgungen Verwenden Sie eine Stomaversorgung, die zu Ihrem Körpertyp passt. Finden Sie das passende Produkt
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Körper sind verschieden – genauso verschieden sind Stomaversorgungen

Da jeder Körper anders ist und da sich Körper im Laufe der Zeit verändern, müssen Sie sorgfältig darauf achten, sich für das richtige, das passende Produkt zu entscheiden. 

Nach einer Stomaoperation kann sich Ihr Körper aus verschiedenen Gründen ändern. Zum Beispiel durch:

  • eine Gewichtszunahme oder einen Gewichtsverlust, wenn Sie von der Erkrankung genesen, wegen der Sie operiert wurden
  • Hautfalten oder Narben um Ihr Stoma
  • Entwicklung eines Bruchs im Zusammenhang mit Ihrem Stoma

Wenn sich Ihr Körpertyp verändert, ist es wichtig, dass Ihr Stomabeutel weiterhin gut anliegt.

Finden Sie das passende Produkt
Für eine gute Stomapflege ist eine gute Abdichtung zwischen der Versorgung und der Haut besonders wichtig. Wenn beispielsweise Ihr Stoma sich mit der Zeit unter die Haut zurückgezogen hat, müssen Sie eventuell auf eine gewölbte Versorgung wechseln. Unter Umständen müssen Sie auch weiteres Zubehör anwenden.

Mit unserem Tool Mein StomabauchCheck können Sie Ihren aktuellen Körpertyp online bestimmen. Hier können Sie auch feststellen, ob sich Ihr Körper erheblich verändert hat. Dort erhalten Sie Vorschläge für die richtigen Versorgungen und das für Sie passende Zubehör.

Der interaktive Online-Produktfinder Brava hilft  Ihnen bei der Fehlersuche und der Lösung typischer Stomaprobleme, etwa im Zusammenhang mit der Haut.

Lassen Sie sich von Ihrem Stomatherapeuten dazu beraten, ob die Versorgung passt und welches Zubehör für Sie sinnvoll ist.

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Verschiedene Stomaversorgungen Auswahl der richtigen Stomaversorgung Es gibt eine große Anzahl an Stoma-Systemen. Es ist nicht immer einfach, das passende Produkt auszuwählen. Deshalb sollten Sie die verschiedenen Möglichkeiten kennenlernen. Verschiedene Stomaversorgungen
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Welche Art von Stomaversorgung ist die richtige für mich?

Die Stomaversorgung lässt sich in zwei unterschiedliche Systeme unterteilen: Beim
einteiligen System ist der Beutel fest mit dem Hautschutz verschweißt. Wenn ein Wechsel notwendig ist, wird die gesamte Versorgung entfernt. Dadurch eignet sich dieses System für häufiges Wechseln.

Zweiteilige Systeme bestehen aus einer Basisplatte und einem separaten Stomabeutel. Bei diesen Systemen kann der Beutel entfernt und gewechselt werden, ohne gleichzeitig die Basisplatte wechseln zu müssen. Basisplatte und Beutel können auf zwei Arten miteinander verbunden werden: Die Rastringkopplung fixiert den Beutel an der Basisplatte durch einen Klickverschluss, der hörbar einrastet und Ihnen die Sicherheit gibt, dass Beutel und Platte fest miteinander verbunden sind.

Eine Klebeverbindung fixiert den Beutel an der Basisplatte mit einem sicheren, flexiblen Klebesystem.

Beutel-Typen
Abhängig von der Art des Stomas gibt es drei Haupt-Typen von Stomabeuteln:

  • Geschlossen
  • Offen
  • Urostoma

Geschlossene Beutel werden in der Regel bei Kolostomata verwendet, wobei der Stuhl meist eher fest ist. Wenn der Beutel voll ist, wird er ausgetauscht und entsorgt anstatt geleert und wieder verwendet.

Die offene Beutelversion wird in der Regel bei Ileostomata verwendet, bei denen der Stuhl normalerweise flüssig ist. Manchmal werden offene Stomabeutel auch bei einem Kolostoma angewendet. Die offene Variante ist einfach zu entleeren und muss nicht so häufig gewechselt werden wie ein geschlossener Beutel.

Urostomabeutel werden für die künstliche Harnausleitung angewendet. Der Beutel kann bei Bedarf geleert und falls erforderlich auch gewechselt werden. Ein Urostoma kann an einen Sammelbeutel angeschlossen werden, um so einen Wechsel während der Nacht zu vermeiden.

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Anpassung der Versorgung Anpassung der Versorgung Der erste und wichtigste Grundsatz ist: Die Öffnung des Hautschutzes muss genau mit dem Stoma abschließen. Informieren Sie sich zur Anpassung der Versorgung
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Wichtige Grundsätze sind:

Ist die Öffnung größer als Ihr Stoma, kann es schnell zu Unterwanderungen des Hautschutzes durch die Ausscheidungen kommen. Diese Unterwanderungen können Leckagen und starke Hautreizungen verursachen. Ermitteln Sie also mit einer Messschablone den exakten Durchmesser Ihres Stomas.

Zuschneiden der Stomaversorgung

Ist Ihr Stoma oval geformt, brauchen Sie eine Versorgung, die Sie entsprechend Ihrer Stomaform und -größe ausschneiden können. Hierfür schneiden Sie sich am besten selbst eine Schablone zurecht. Ihr Stomatherapeut wird Ihnen dabei gern behilflich sein. Ist Ihr Stoma kreisrund, können Sie jederzeit Beutel mit vorgestanzter Hautschutzöffnung benutzen.
Achtung: Der Stomadurchmesser verändert sich nach der Operation! Ihr Stoma wird nach der Operation mit großer Wahrscheinlichkeit etwas kleiner. Das ist ganz normal. Sie sollten dann auf einen Hautschutz mit einer kleineren Öffnung umsteigen. Beispiel: Sie werden aus der Klinik entlassen mit einer Hautschutzöffnung von 30mm Durchmesser. Nach ungefähr 4 Wochen wird Ihnen wahrscheinlich die Größe 25mm reichen.

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Die Irrigation

Die Irrigation ist eine Spülung des Dickdarms, mit deren Hilfe man Einfluss auf seine Ausscheidungen gewinnt. Informieren Sie sich

Nach der Irrigation haben Sie die Möglichkeit, auf Ihre gewohnte Beutelversorgung zu verzichten und stattdessen einen Stomaverschluss, eine Stomakappe oder einen Minibeutel zu tragen.

Bei der Irrigation wird eine bestimmte Menge Wasser in den Darm gebracht. Dadurch entsteht ein natürlicher Reiz an der Darmwand, der Darmbewegungen auslöst und somit den Darm entleert. Der gesamte Stuhl im Dickdarm wird ausgeschieden. Diese totale Entleerung sorgt für eine stuhlgangfreie Zeit von 24–48 Stunden. Auch Blähungen werden seltener.

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Wer kann irrigieren? Welche Voraussetzungen müssen Sie mitbringen, damit Sie die Irrigation durchführen können? Wer kann irrigieren?
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Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Sie eine Kolostomie haben.

Außerdem sollten folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Sie müssen körperlich in der Lage sein, die Spülung durchzuführen.
  • Sie sollten kreislaufstabil sein und keine schwere Herzerkrankung haben.
  • Es darf keine entzündliche Darmerkrankung vorliegen.
  • Sie sollten im Bereich des Stomas weder einen Bruch noch einen Darmvorfall haben.

Um die Irrigation durchzuführen, benötigen Sie das Einverständnis Ihres behandelnden Arztes.
Auf alle Fälle sollten Sie eine Irrigation erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und unter Anleitung eines Stomatherapeuten erlernen. Wichtig ist auch, dass Sie erst Sicherheit in der Beutelversorgung Ihres Stomas erlangt haben müssen, ehe Sie eine Irrigation durchführen.

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Wie führe ich die Irrigation durch? Erfahren Sie, welche Schritte für eine erfolgreiche Irrigation erforderlich sind. Wie führe ich die Irrigation durch?
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Folgende Schritte für eine erfolgreiche Irrigation:

  • Füllen Sie den Wasserbehälter mit körperwarmem Wasser (36 – 37 ºC). Durchschnittlich wird mit 1–1,5 Liter Wasser gespült. Die Menge richtet sich nach Körpergröße und Gewicht.
  • Der Wasserbehälter wird an einen Haken neben die Toilette gehängt, so dass sich die Unterkante ungefähr auf Schulterhöhe befindet. Sie können die Irrigation im Stehen oder auch im Sitzen durchführen.

Legen Sie den Entleerungsbeutel an. Das untere Ende wird in die Toilette gehängt, durch das obere wird der Konus geführt.

Der Konus wird mit leichtem Druck auf das Stoma aufgesetzt, so dass kein Wasser danebenlaufen kann. Je nach Verlauf des Darmes muss die Richtung des Konus geändert werden.

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Erste Hilfe bei Problemen Probleme bei der Irrigation können auftreten, sind jedoch selten. Erste Hilfe bei Problemen

Wenden Sie sich mit allen Problemen und Veränderungen, auch wenn sie Ihnen noch so unwichtig erscheinen, am besten an Ihren Stomatherapeuten. Vieles können Sie danach wahrscheinlich selbst beheben.

Das Wasser läuft nicht ein!
Die Richtung des Konus ist falsch. Sie muss verändert werden.
Eventuell spannen Sie die Bauchdecke an. Dadurch erhöht sich der Bauchinnendruck. Der Wasserdruck reicht nicht aus, um das Wasser einfließen zu lassen. Sie sind vielleicht unruhig und nervös oder haben Zeitdruck. Eine entspannte Haltung ist wichtig.

Stuhl läuft in das Schlauchsystem zurück
Die Wassermenge kann sich nicht so schnell im Darm verteilen. Es entsteht ein Rückstau. Die Spülung wird nur kurz unterbrochen. Eventuell verringern Sie die Einlaufgeschwindigkeit des Wassers mit dem Regelventil.

Durchfälle
Durchfälle kann jeder hin und wieder bekommen. Bei starken Durchfällen bringt die Irrigation keinen Erfolg. Tragen Sie so lange einen Beutel.

Krämpfe
Die folgenden Punkte können unter Umständen Krämpfe verursachen:

  • Eventuell ist das Wasser zu kalt oder zu heiß.
  • Das Wasser läuft zu schnell ein.
  • Die Darmbewegungen setzen ein, die Krämpfe schwinden nach der Entleerung.

Bei einem Krampf empfiehlt sich, die Spülung kurz zu unterbrechen.

Wasser läuft nicht vollständig ein
Vielleicht haben Sie eine verkrampfte Bauchmuskulatur. Durch die Veränderung der Körperhaltung und Massieren des Bauches kann sich die Entleerung beschleunigen.

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Versorgung von Kindern und Säuglingen

Dieser Bereich stellt die Besonderheiten heraus, die Sie beachten sollten, wenn Ihr Kind ein Stoma hat. Im Wesentlichen gelten die anderen Bereiche für Kinder ebenso wie für Erwachsene, lesen Sie deshalb auch die anderen Kapitel, die auf Ihr Kind zutreffen, aufmerksam durch. Informieren Sie sich

Anpassung der Versorgung

Stomaanlagen bei Kindern und Säuglingen

Liebe Eltern, Sie haben erfahren, dass bei Ihrem Kind die Anlage eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) unumgänglich ist. Es ist natürlich, dass Sie jetzt verängstigt sind und diese Maßnahme scheuen. Bedenken Sie bitte, dass die Operation für Ihr Kind einen lebenswichtigen Eingriff darstellen kann und dass Kleinkinder in der Regel das Stoma nur vorübergehend behalten, bis die Ursachen behoben sind bzw. der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt, und lassen Sie sich über die Erkrankung Ihres Kindes sowie die voraussichtliche Verweildauer des Stomas aufklären. So werden Sie besser mit dieser für Sie neuen Situation umgehen können.

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Mögliche Ursachen für ein Stoma bei Kindern. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Anlage eines Stomas häufig eine lebensrettende Maßnahme. Ursachen

Oft können nur so zum Teil lebensbedrohliche Erkrankungen geheilt werden. Solche Erkrankungen sind im Kindesalter meistens durch Entzündungen oder Fehlbildungen bedingt. Die häufigsten Ursachen für ein Stoma haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Anorektale Fehlbildungen

Unter anorektalen Fehlbildungen versteht man angeborene Fehlbildungen im Bereich des Dickdarms. Das kann bedeuten, dass die Ausscheidungsöffnung fehlt (z.B. Analatresie, Rektumatresie) oder aber an falscher Stelle mündet. Mastdarm bzw. After können nur unzureichend ausgebildet sein (z.B. Analstenose, Kloakenfehlbildung). Je nach Höhe der Fehlbildung spricht man von hohen oder tiefen Formen. Vor allem bei hohen Formen (größerer Abstand von der eigentlichen Ausscheidungsöffnung) wird zur Entlastung des Darms ein Kolostoma angelegt.

Morbus Hirschsprung

Der Morbus Hirschsprung ist eine Erkrankung des Dickdarms bei der die für eine normale Darmtätigkeit notwendigen Nerven fehlen und es somit zu einer Verengung des Darmabschnitts kommt. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine verspätete oder fehlende Stuhlentleerung des Neugeborenen, durch hartnäckige Verstopfungen und selten durch eine Darmentzündung oder sogar einen Darmverschluss. Die Krankheit befällt immer den untersten Abschnitt des Mastdarms und kann sich unterschiedlich weit über den gesamten Dickdarm ausdehnen. Auch wenn versucht wird, heutzutage eine Stomaanlage zu vermeiden und gleich den befallenen Darmabschnitt operativ zu entfernen, gibt es immer wieder Situationen, in denen die Anlage eines (doppelläufigen) Stomas notwendig ist.

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Nützliche Tipps In diesem Kapitel möchten wir Ihnen noch ein paar Hinweise an die Hand geben, die bei der Versorgung des Stomas Ihres Kindes eine kleine Hilfe sein sollen. Nützliche Tipps
  • Generell ist es wichtig, einen notwendigen Versorgungswechsel keinesfalls herauszuzögern, da die empfindliche Kinderhaut in kürzester Zeit wund werden kann. Außerdem sind Kinder viel in Bewegung, so dass die Versorgung eine Menge mitmachen muss und daher regelmäßig überprüft werden sollte.
  • Muss Ihr Kind noch eine Zeit lang im Inkubator liegen, sollten Sie die Versorgung ebenfalls häufiger überprüfen, da Wärme und Feuchtigkeit deren Sitz beeinträchtigen.
  • Stillen und Schreien des Kindes können die Ausscheidungsmengen und damit die Frequenz eines Versorgungswechsels erhöhen.
  • Für den Versorgungswechsel und die Reinigung des Stomas benötigen Sie diverse Utensilien. Legen Sie diese bereit, bevor Sie beginnen. Sollte Ihr Kind schon alt genug sein, beziehen Sie es ruhig aktiv mit ein.
  • Bei kleinen Kindern ist es hilfreich, wenn eine weitere Person Ihr Kind ablenken oder ruhig halten kann, damit Sie den Versorgungswechsel vornehmen können.
  • Sorgen Sie beim Versorgungswechsel für eine angenehme Zimmertemperatur, damit Ihr Kind sich möglichst wohl fühlt.
  • Wenn Sie offene Beutel verwenden, sollten Sie den Auslass vor dem Anlegen verschließen.
  • Hat Ihr Kind ein Urostoma, tritt während des Versorgungswechsels konstant Urin aus. Legen Sie Wattestäbchen bereit, mit denen Sie die Haut trocken halten können.
  • Wenn Sie eine Windel anlegen, achten Sie bitte darauf, dass diese die Stomaversorgung nicht zu dicht umschließt, da ein zusammengedrückter Beutel die Ausscheidungen nicht aufnehmen kann.

Baden und Duschen
Baden oder auch Duschen ist bei einem Stoma mit oder ohne Versorgung möglich. Viele Eltern baden ihre Kinder allerdings dann, wenn auch ein Versorgungswechsel ansteht. Hat Ihr Kind ein Urostoma, sollten Sie berücksichtigen, dass der Urin permanent fließt. Der Badezusatz sollte pH-neutral sein. Vermeiden Sie rückfettende Badelotionen, wie z.B. Babybäder. Diese vermindern die Haftung der Versorgung auf der Haut.

Kleidung
Bei Säuglingen und Kleinkindern können Sie eine ganz normale Windel verwenden. Da Kinder ab einem gewissen Alter dazu neigen, alles zu untersuchen und dabei die Stomaversorgung nicht ausschließen, verwenden Sie einfach einteilige Unterwäsche. Das erschwert das Spielen mit der Versorgung. Heranwachsende Kinder machen sich sicherlich Gedanken darüber, ob ihre Stomaversorgung für Außenstehende sichtbar ist. Um ein Auftragen der Kleidung zu verhindern, sollten Sie die Beutel regelmäßig entleeren. Die Kleidung sollte auch nicht zu eng ausfallen. Vermeiden Sie daher Kleidungsstücke mit zu engen Gummizügen oder zu engen Gürteln. Klettverschlüsse an der Kleidung können die Versorgung leichter zugänglich machen

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Fragen und Antworten Hier finden Sie Antworten auf viele Fragen, die Sie bewegen könnten. Fragen und Antworten
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Fragen und Antworten

Darf mein Kind ins Schwimmbad?  

Prinzipiell steht einem Schwimmbadbesuch auch mit einer Stomaversorgung nichts im Wege. Sie sollten aber öfter kontrollieren, ob die Stomaversorgung noch gut haftet und ausreichend Stomaversorgungsmaterial zum Wechseln mitnehmen.

Muss ich die Ernährung bei unserem Kind wegen des Stomas umstellen?

Die Anlage des künstlichen Darmausgangs ändert an der Ernährung Ihres Kindes grundsätzlich nichts. Wie auch vor der Operation bestehen die gleichen Bedürfnisse und Anforderungen an die Ernährungszusammensetzung. Neben einer gesunden Ernährung ist es empfehlenswert, sich bei fraglichen Allergien zunächst davon zu überzeugen, ob tatsächlich das verdächtigte Nahrungsmittel für die Probleme verantwortlich ist. Dies gelingt, in dem Sie mehrmals hintereinander das gleiche Nahrungsmittel überprüfen, um festzustellen, ob es tatsächlich für die Symptome verantwortlich ist. Durch geeignete Zusammenstellung der Ernährung kann Einfluss auf die Stuhlkonsistenz und die Luftentwicklung genommen werden.  

Wie lange bleibt der künstliche Darmausgang?

Dies hängt entscheidend von der Ursache für die Anlage des künstlichen Darmausganges ab. Anders als bei Erwachsenen werden allerdings bei Kindern praktisch alle künstlichen Darmausgänge wieder zurückverlegt. Ob und wann dies bei Ihrem Kind möglich sein wird, kann Ihnen sicher der behandelnde Arzt beantworten.

 

Darf unser Kind in den Turnverein?  

Selbstverständlich darf und soll sich Ihr Kind sportlich betätigen. Der Spiel- und Bewegungsdrang eines Kindes wird durch das Stoma nicht beeinflusst. Daher sind die Teilnahme an Spiel und Sport ausdrücklich zu begrüßen. Lediglich bei älteren Kindern sollte, wenn ein gewisser Leistungsdruck vorhanden ist, mit der Trainerin/dem Trainer gesprochen werden, damit bei den Übungen auf die besondere Situation Rücksicht genommen werden kann. Es gibt darüber hinaus eher ungünstigere Sportarten, die zu einer Erhöhung des Drucks im Bauch führen (Gewichtheben, Geräteturnen etc.). Bei diesen Sportarten besteht das Risiko eines Bruchs (Hernie) oder eines Vorfalls (Prolaps). 

Kann man über das Stoma auch ein Zäpfchen geben?  

Auch wenn es sich bei dem ausgeleiteten Darmabschnitt um den unteren Dickdarm handelt, kann man über das Stoma keine Zäpfchen verabreichen. Der Grund liegt darin, dass im Mastdarm die Wirkstoffe, die über die Schleimhaut aufgenommen werden, direkt in den großen Blutkreislauf gelangen und dort ihre Wirkung entfalten können. Aus dem übrigen Dickdarm werden die aufgenommenen Stoffe zur Leber transportiert und dort erst umgewandelt.     

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Stoma Glossar Der kleine Stoma Glossar Das Leben nach einer Stoma-Operation ist sicherlich mit einigen Herausforderungen verbunden. Ihr Körper kann sich weiterhin verändern und es gibt eine Menge neuer Dinge zu verstehen – angefangen bei den wichtigsten Fachbegriffen rund um das Stoma. Hier sind wichtige Begriffe rund ums Stoma erklärt.
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Fachbegriffe rund um das Stoma

Damit Sie sich mit Ihrer Stomaversorgung vertraut machen und Ihre Bedürfnisse besser mit Ihrem Stomatherapeuten besprechen können, finden Sie hier ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen.

Barriere: Der Teil der Versorgung, der für eine sichere Haftung und Schutz auf der Haut sorgt. Der Hautschutz muss ganz auf der Haut aufliegen, damit die Ausscheidungen des Stomas nicht in Kontakt mit der umliegenden Haut kommen.

 

Rastringkopplung: Beim zweiteiligen Rastringsystem werden Beutel und Platte aufeinander angebracht. Der Beutel kann gewechselt werden, ohne gleichzeitig die Platte wechseln zu müssen. Das Anbringen erfolgt entweder mechanisch (die beiden Teile werden wie Tupperware aufeinander gerastet oder physisch verbunden) oder mit Klebeverbindung (Platte und Beutel werden aufeinander geklebt).

Gewölbte Versorgungen: Speziell geformte Basisplatten mit einer ovalen Schale, die einen leichten Druck auf die stomaumgebende Haut ausüben. Diese Lösung eignet sich für schwierig zu versorgende Stomata, die sich beispielsweise unter die Haut zurückgezogen haben.

Erosionsresistenter Hautschutz: Hautschutz, der für einen längeren Zeitraum oder bei „aggressiven“ Ausscheidungen aus dem Stoma getragen werden kann. Die Ausscheidungen aus manchen Ileostomata oder Urostomata können herkömmliche Basisplatten zu schnell angreifen. Ein erosionsresistenter Hautschutz wird in der Regel bei zweiteiligen Versorgungen eingesetzt.

Filter: Aus dem Stoma entweichen hin und wieder Darmgase. Der in der Versorgung integrierte Filter hat eine geruchsneutralisierende Wirkung und sorgt dafür, dass keine Gerüche entstehen – eine Sorge, die viele Stomaträger haben. Außerdem sorgt der Filter für ein ungehindertes Entweichen der neutralisierten Gase, ein Aufblähen des Beutels wird somit vermieden.

Rückflusssperre: Urostomaversorgungen sind mit einer Rückflusssperre ausgestattet, die das Zurücklaufen des Urins und somit Harnwegsinfektionen verhindert.

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Stomaträger berichten Stomaträger berichten Es gibt tausende Menschen auf der Welt, die mit einem Stoma leben. Hier kommen einige von ihnen zu Wort. Lesen Sie, welche Erfahrungen Stomaträger gemacht haben
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Berichte von Anwendern

Meine ersten Schritte

„Als ich das erste Mal mein Zimmer verließ, ging ich mit meinem Besuch und meiner 14-jährigen Tochter ins Café des Krankenhauses. Dort ging ich zur Toilette, da mein Beutel entleert werden musste. Ich kann mich erinnern, wie stolz ich auf mich war. Mir wurde bewusst, dass das Leben nach der Stomaoperation weitergeht.“
Ann

„Nach der OP war ich ziemlich schwach, aber noch im ersten Monat ging ich täglich spazieren. Ich wollte wieder mobil sein und mich dadurch besser fühlen.“
Samaira

Mein erster Urlaub

„Vier Monate nach der Operation flog ich in die Türkei. Ich hatte viele Reserveversorgungen in meinem Handgepäck (für den Fall, dass mein Koffer verloren geht). Am Strand trug ich einen einteiligen Badeanzug mit einem Sarong. Das größte Problem war die Haftung des Stomabeutels nach dem Duschen – es war nämlich sehr heiß und feucht.
Ann

Elf Monate nach meiner Operation flog ich nach Australien, um Verwandte zu besuchen. Der Flug war kein Problem und die Flugbegleitung kümmerte sich ausgezeichnet um uns. Ich bestellte einen HilfsmittelPass von Coloplast, in dem bestätigt wird, dass ich Stomaprodukte verwende. So brauchten wir nicht in der Schlange zu warten.“
Rosemarie

Zurück im Beruf

„Nach drei Monaten bin ich wieder arbeiten gegangen. Ich erinnere mich, dass ich Kleidung zum Wechseln mit ins Büro genommen habe. Das größte Problem war, dass mein Beutel peinliche Geräusche in den Meetings machte.“
Ann

„Um wieder zu Kräften zu kommen, war ich in den ersten drei Monaten nach meiner Operation beurlaubt. Danach kehrte ich stufenweise zur Arbeit zurück und steigerte allmählich die Arbeitszeit, um mich wieder an den Arbeitsalltag zu gewöhnen. Zuerst war ich sehr müde. Dieser langsame Einstieg war daher eine schonende Art, zurückzukehren.“
Fiona

„Ich habe meine Arbeit als Krankenwagenfahrerin aufgegeben. Jetzt arbeite ich ehrenamtlich bei einem Betreuungsservice für Menschen mit Krebs, den ein Freund eröffnet hat. Wir bieten Patienten Wellnessbehandlungen an, damit sie sich wieder wohlfühlen können.“
Hazel

Zurück ins Leben

„Langsam wurde mir klar, dass niemand meinen Beutel sah. So begann ich, wieder all die Dinge zu unternehmen, die ich auch vor der OP gemacht hatte. Es gibt keine Hobbys oder Tätigkeiten von früher, die ich heute nicht machen kann.“
Fiona

„Zu Beginn war es sehr schwierig. Aber dank der Unterstützung meines Ehemanns und meines Freundeskreises habe ich durchgehalten. Jetzt kann ich meine Versorgung selber wechseln und all das tun, was ich auch vor meiner Operation gemacht habe. Manchmal vergesse ich sogar, dass ich eine Versorgung trage.“
Rosemarie

„Die Hauptsache ist, wieder zur Normalität zurückzukehren und wieder die Dinge zu tun, die man vor der Operation gemacht hat. Bleiben Sie mit Ihrem Stomatherapeuten in Verbindung. Natürlich hat er viel zu tun. Aber wenn es Ihnen einmal nicht gut geht, versucht er sicherlich, Ihnen zu helfen. Denken Sie an die wichtigen Dinge in Ihrem Leben und konzentrieren Sie sich darauf. Suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe, und abonnieren Sie Zeitschriften für Menschen in Ihrer Situation. Ein Stoma muss Ihrem Leben nicht im Wege stehen – obwohl es sich manchmal so anfühlt, selbst noch nach einem Jahr.“
Samaira

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Selbsthilfegruppe: Deutsche ILCO Selbsthilfegruppe: Deutsche ILCO Die Deutsche ILCO ist die Solidargemeinschaft von Stomaträgern (unabhängig von der Ursache der Stomaanlage) und von Menschen mit Darmkrebs (ob mit oder ohne Stoma) sowie deren Angehörigen. Lesen Sie mehr über die Deutsche ILCO

Aus einer 1972 gegründeten Arzt-Patienten-Initiative entstand die bundesweite Selbsthilfeorganisation Deutsche ILCO. Wesentliche Unterstützungsangebote sind die Information von Betroffenen sowie die Möglichkeit zu Gespräch und Erfahrungsaustausch mit Gleichbetroffenen, insbesondere zu Fragen des täglichen Lebens mit einem Stoma oder der Darmkrebserkrankung. Unabhängige, vor allem gesundheits- und sozialpolitische Interessenvertretung bei stoma- und bei darmkrebsbezogenen Anliegen ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit.

 

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