Angesichts einer Ileostomie oder Kolostomie haben Sie vielleicht ein paar Fragen rund ums Essen – was muss ich besonders beachten? Gibt es Speisen, die ich nicht essen darf? Muss ich Alkohol vermeiden? Kurz gesagt: Nein. Generell lässt sich sagen, dass die Speisen, die vor der Operation gut vertragen wurden, auch hinterher gut toleriert werden. Dasselbe gilt auch für die Speisen, die weniger gut vertragen wurden. Nach diesen allgemeinen Vorbemerkungen haben wir in den folgenden Abschnitten ein paar Tipps und Informationen über verschiedene Speisen und Getränke für Sie zusammengestellt, die für Personen mit Ileostomie oder Kolostomie relevant sind ... und vielleicht auch andere inspirieren. Grundsätzlich weisen wir Sie darauf hin, dass die folgenden Informationen Ratschläge sind und Sie sich im Zweifelsfall immer an Ihren behandelnden Arzt und/oder Stomafachkraft wenden sollten.

Hier geht es zum kostenfreien Download des Kochbuchs für Stomaträger. 

Ein Mann und eine Frau unterhalten sich Aufblähen des Beutels Es kommt zu Aufblähungen, wenn sich im Stomabeutel Gase sammeln. Wie können Sie vorbeugen? Mehr Informationen über Aufblähen
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Mehr Informationen über Aufblähen

Stomabeutel blähen sich auf wie Luftballons, wenn sich Gase darin ansammelt. Stomabeutel sind mit einem Aktivkohlefilter ausgestattet, die Darmgase geruchsneutral ausleiten. Überschreitet die vorhandene Gasmenge die Filterkapazität oder ist der Filter feucht geworden oder mit Ausscheidungen verstopft, können sich Gase ansammeln.

Was können Sie tun, um dem Aufblähen vorzubeugen?

Am besten verhindern Sie das Aufblähen, wenn Sie die Menge der Gase minimieren, die sich im Verdauungstrakt bilden. Kauen Sie die Nahrung gründlich und vermeiden Sie Lebensmittel und Getränke, die bei Ihnen bekanntermaßen zu Blähungen führen. Hierzu gehören zum Beispiel Nüsse, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Lauch, Zwiebeln, frisches Brot, kohlensäurehaltige Getränke und Schaumweine.

Was tun bei Aufblähen?

Hat sich ein Stomabeutel aufgebläht, können Sie ihn zum Beispiel auf einer Toilette entlüften. Das Aufblähen kann bei verstopften Filtern auch durch das rechtzeitige Wechseln des Beutels verhindert werden. Schließlich kann es hilfreich sein, einen anderen Stomabeutel- und Filtertyp auszuprobieren.

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Ein Junge betrachtet den Stomabeutel seiner Mutter Was verursacht Zusammenkleben der Beutelfolie? Zusammenkleben entsteht durch ein Vakuum im Stomabeutel. Die Folien des Stomabeutels kleben in diesem Fall aneinander. Was können Sie dagegen tun? Tipps gegen Zusammenkleben
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Tipps gegen Zusammenkleben

Zusammenkleben entsteht durch ein Vakuum. Die Folien des Stomabeutels kleben in diesem Fall aneinander. Dann kann Stuhl nicht in den Beutel fallen, und der Filter verstopft. Zusätzlich besteht das Risiko, dass der Stomabeutel vom Bauch gedrückt wird.

Was können Sie tun, um das Zusammenkleben zu verhindern?

Pusten Sie etwas Luft in den Stomabeutel, bevor Sie ihn anlegen. Dann kann sich kein Vakuum bilden. Auch ein Tropfen Öl oder Gleitmittel im Stomabeutel sorgt dafür, dass die Ausscheidungen in den Beutel fallen können.

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Eine Frau kocht gemeinsam mit ihrem Sohn Sie haben Durchfall? Wie jeder andere auch haben Sie vielleicht hin und wieder Durchfall. Hier erfahren Sie, was dann zu tun ist. Was tun bei Durchfall?
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Was tun bei Durchfall?

Wie jeder andere auch haben Sie vielleicht hin und wieder Durchfall. Generell ist eine kurze Durchfallepisode hin und wieder kein Grund zur Sorge. Es hat vielleicht damit zu tun, was Sie gegessen haben und erledigt sich meist von selbst. 

Allerdings sollten Sie drei oder mehr flüssige Stühle nacheinander nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie könnten dehydrieren und sollten Ihren Arzt bzw. Ihren Stomatherapeuten kontaktieren.

Bei Ileostomie

Wenn Sie eine Ileostomie haben und es zu vermehrten Ausscheidungen kommt, verlieren Sie viele Elektrolyte – etwa einen Teelöffel pro Liter Stuhl – sprechen Sie in diesem Fall mit ihrem Arzt. 

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Eine Frau kauft Gemüse Probleme mit mechanischer Verstopfung? Manche Speisen können Blockaden verursachen. Lesen Sie mehr darüber, wie Sie dies vermeiden können und was im Fall der Fälle zu tun ist. Mehr erfahren über mechanische Verstopfungen- und Abhilfemaßnahmen
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Mehr erfahren über Speisenblockaden – und Abhilfemaßnahmen

Gründliches Kauen ist für einen guten Verdauungsprozess sehr wichtig. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie schwer verdauliche Nahrungsmittel essen. Einige Speisen, insbesondere faserreiche Nahrung, können zu Verstopfungen führen, bei der unverdaute Speisen die Darmpassage blockieren. Verzehren Sie daher faserhaltige Nahrungsmittel nur in kleinen Mengen. Dazu gehören zum Beispiel Zitrusfrüchte, Spargel, Pilze, Ananas, Nüsse, harte Obstschalen und -kerne. Ileostomieträger sollten am besten ganz auf faserhaltige Nahrung verzichten.

Woran erkenne ich eine mechanische Verstopfung?

Es kann zu Krämpfen, Schmerzen und wässrigem Stuhl kommen. Bauch und Stomabeutel fühlen sich geschwollen an. Bei entsprechenden Beschwerden, sollten Sie Folgendes tun:

  • Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihren Stomatherapeuten und/oder begeben Sie sich in die Notaufnahme. 

Es ist immer leichter, eine Verstopfung von vornherein zu vermeiden als sie zu behandeln. Kauen Sie also Ihr Essen gründlich und achten Sie darauf, was Sie zu sich nehmen. So gelangen Sie zu einer normalen, gesunden Ernährung.

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Irrigation einer Kolostomie

Irrigation einer Kolostomie

Erfahren Sie mehr über die Irrigation einer Kolostomie.

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Irrigation einer Kolostomie

Was ist Irrigation?

Eine Irrigation ist eine Spülung mit Wasser. Für eine Irrigation muss der Stuhl vergleichsweise fest sein. Daher können nur Kolostomie-Patienten diese Methode anwenden, deren Stoma im absteigenden Kolon (in der Sigmaschlinge oder dem Colon descendens) platziert ist.

Kann ich eine Irrigation vornehmen, wann immer ich will?

Irrigationen sollte man nicht in Eigenregie lernen. Sie sollten unter Aufsicht einer versierten Fachkraft eingeübt werden. Ein entsprechendes Training kann jedoch erst zehn Tage nach dem Eingriff stattfinden. Die Irrigation sollte als regelmäßige Routinemaßnahme alle 48 Stunden geplant werden und stellt daher keine nur gelegentlich vorgenommene Maßnahme dar. Die gelegentliche Irrigation führt vielmehr zu Durchfall – das ist auch dann der Fall, wenn die Irrigation als Spülung/Einlauf bei Verstopfung angewendet wird.

Wie lange dauert sie?

Die Irrigation dauert etwa eine Dreiviertelstunde bis Stunde. Daher sollte die Zeit dafür so eingeplant werden, dass auch der Tagesablauf der Familienmitglieder berücksichtigt wird. 

Was sind die Vor- und Nachteile der Irrigation?

Mögliche Vorteile der Irrigation:

  • Sie können wieder die Kontrolle über die Darmentleerung übernehmen.
  • Es ist möglich, eine kleinere Abdeckung in Form einer Kappe oder Minikappe anzulegen. Dies reduziert das Risiko von Hautreizungen, verursacht weniger Geräusch- und Geruchsbelästigung beim Ablassen von Winden und sorgt somit für mehr Komfort und weniger psychosoziale Probleme.
  • Sehkraft, Lernvermögen, motorisches Geschick und Darmerkrankungen können die Ursache für erforderliche Irrigationen sein.

Mögliche Nachteile der Irrigation:

  • Das Verfahren ist eher zeitaufwendig – es dauert ca. 45 bis 60 Minuten.
  • Sie müssen dazu eine Toilette aufsuchen.
  • Sie müssen sie regelmäßig durchführen – Sie können sie nicht nur hin und wieder anwenden, da dies zu Durchfall führen kann. 
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Haftungsausschluss: Hier finden Sie allgemeine Informationen, die Antworten auf allgemeine Fragen geben. Sie sollten die besonderen Anweisungen Ihres Arztes oder der medizinischen Fachkraft im Hinblick auf Ihre individuelle Versorgung (zum intermittierenden Selbstkatheterismus bzw. zur Stomaversorgung) vorliegenden individuelle Hinweise befolgen. Beachten Sie bitte auch Folgendes: Wenn Ihre medizinische Fachkraft Ihnen spezielle Ernährungshinweise gegeben hat, dann sollten Sie diese unbedingt befolgen.

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